Die Haushaltssatzung zum Verwaltungs- und Vermögenshaushalt 2020 - vorgetragen von Kämmerin Ursula Lauterbach - standen auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung Kleinsendelbach. Des Weiteren beschäftigte man sich mit Bauanträgen und der Kanalsanierung im Ortsteil Schellenberg.

Der Gesamthaushalt umfasst 4 016 800 Euro. Vorgesehen ist im laufenden Jahr eine Kreditaufnahme in Höhe von 300 000 Euro, womit der Schuldenstand auf 603 410 Euro steigt. Das stellt eine Pro-Kopf-Verschuldung von 415,86 Euro dar, was unter dem Landesdurchschnitt liegt.

Die Kreisumlage steigt um 18 663 Euro und wurde mit 653 100 Euro im Haushalt veranschlagt. Die geplanten Investitionen erstrecken sich über mehrere Jahre. "Für die Finanzplanungsjahre 2021 bis 2023 ist eine Fortschreibung der Haushaltsansätze ohne genaue Angaben über die Höhe der Mindereinnahmen und Mehrausgaben durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie nur schwer zu kalkulieren", erklärte die Kämmerin. Der Haushaltsentwurf einschließlich der Finanzplanung zeigt in den Jahren 2021 bis 2023 eine freie Finanzspanne auf.

Anschließend stellte Ursula Lauterbach noch einige geplante Investitionen vor. Für die FFW Schellenberg und Steinbach wurden zwei Tragkraftspritzenfahrzeuge angeschafft. Die Anschaffungskosten für beide Fahrzeuge in Höhe von 181 000 Euro wurden im Haushalt berücksichtigt. Die Maßnahme Zufahrt und Stellplatz am FFW-Haus Schellenberg wurde mit 60  000 einkalkuliert.

Weitere Sanierungen

Die Sanierung des Kriegerdenkmals in Steinbach wird mit 12 000 Euro zu Buche schlagen. Für die Sanierung des Skaterplatzes und der Kinderspielplätze wurden 30 000 Euro eingeplant. Auch die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED im Ortsgebiet in Höhe von 97 058 Euro wurde im Haushalt 2020 kassenwirksam. Großer Diskussionsbedarf bestand nicht. Das Gremium stimmte dem Haushalt zu.

Die Feuerwehrhäuser in Schellenberg und Steinbach benötigen eine Elektroheizung mit Frostwächter, damit die Raumtemperatur in der kalten Jahreszeit nicht unter fünf Grad Celsius fällt. Dies sei notwendig, erklärte Bürgermeisterin Gertrud Werner (UWK), damit bei Frost Diesel, Schaummittel und Öle nicht dickflüssig werden und die sofortige Einsatzbereitschaft im Ernstfall gewährleistet ist. Die Räte vergaben den Auftrag für die Elektroheizungen an die Firma Hass aus Igensdorf.

Die Räte gewährten der Kirchenverwaltung einen Zuschuss für die Instandsetzung der Orgel in Höhe von 4000 Euro.