Sie sind begeistert von der Weihnachtszeit und sie möchten auch anderen Menschen eine besinnliche Weihnachtszeit schenken: das Organisationsteam des Weihnachtsmarktes Ebermannstadt.

"Ich freue mich, dass das Team die Aufgabe so selbstverständlich und motiviert angeht. Da brauche ich gar nichts machen", freut sich Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE). Das Konzept steht, viele Vorbereitungen sind schon getroffen. Wenn Corona keinen Strich durch die Rechnung macht, soll am 28. und 29. November jeweils von 12.30 Uhr bis 18 Uhr der Weihnachtsmarkt in der Oberen und Unteren Hauptstraße stattfinden.

Krippe wird aufgestellt

"Er soll mehr tagsüber sein, damit die Familien mit Kindern gemütlich über den Markt schlendern können", verrät die Cheforganisatorin und Leiterin des Hauptamtes, Gerti Lang. Der Fränkische Schweiz-Verein wird die Krippe aufstellen und die Stadtverwaltung wird die Stadt festlich schmücken. Wolfgang Mehrer lässt sich schon seit Sommer den Bart wachsen, denn er wird als Nikolaus durch die Stadt wandern und Süßigkeiten an die Kinder verteilen. "Angela Theiler von unserer Touristinfo hatte die Idee, dass man einen Korb mit einer Stange nimmt, dann ist auch hier der Abstand gewahrt", berichtet Gerti Lang.

Außerdem hatte Angela Theiler die Idee, dass die Eröffnung mit Bürgermeisterin und Engeln von Fenstern des Winkler-Theiler-Hauses aus erfolgen soll. Im Hintergrund wird der Leiter der Musikschule, Wojciech Grabietz, mit einigen Schülern leise festliche Musik machen.

"Ich liebe unseren kleinen Weihnachtsmarkt und empfinde ihn als wunderbaren Einstieg in die Adventszeit", sagt Angela Theiler. Deshalb hofft sie, dass er auch in diesem Jahr stattfinden kann: "Zum Zauber der Weihnacht gehört der einfach dazu."

Nur Warenverkauf

Die Buden werden vom Bauhof unter der Leitung von Jürgen Rattel aufgestellt. "Elf Buden sind fest gebucht, die zwölfte ist noch offen. Hier gibt es in diesem Jahr aber nur Warenverkauf", erklärt Gerti Lang. Sina Seiler vom Bürgerbüro hat das organisiert.

Es wird ein Kinderkarussell geben, aber es werden weder Speisen noch Getränke verkauft. "Wir haben mit den umliegenden Wirtschaften gesprochen, die das dann anbieten", so Lang. Damit sollen Gruppen vor Glühweinbuden vermieden werden.

"Wir wollen einfach einen besinnlichen Weihnachtsmarkt, über den man mit der Familie laufen und kleine Geschenke oder Deko-Artikel kaufen kann", erklärt die Hauptamtsleiterin. Drei Ordnungskräfte werden kontrollieren, dass Hygieneregeln eingehalten werden. Darauf schaut auch Bianca Tworowsky vom Ordnungsamt. Außerdem unterstützen bei den vielen Vorbereitungen Annika Stintzing vom Zentrenmanagement und die Jugendpflegerin Corinna Drummer. Auf sie alle ist die Bürgermeisterin sehr stolz. "Ich stelle mir das schön vor. Das ist jetzt halt eine andere Art von Weihnachtsmarkt. Aber nur weil Formate nicht mehr so sind wie bisher, sollte man sie halt anpassen und nicht einfach streichen", sagt Christiane Meyer.

Sie denkt dabei besonders an die Kinder: "Die müssen im Augenblick eh auf so viel verzichten, dann sollen sie wenigstens die Adventszeit genießen." An diesen Tagen werden auch die Geschäfte der Stadt offen haben.

Meyer verrät, dass sie selbst nicht in eine "Hotspot-Stadt" zum Einkaufen fahren mag. "Nur, wenn die Kunden zu uns kommen sollen, müssen wir etwas anbieten", so Christiane Meyer. Sie erzählt, dass sie in früheren Ansprachen während der Adventszeit immer auf den Stress dieser Tage eingegangen ist. "Jetzt haben wir die Chance, diese besinnliche Zeit auch in Ruhe zu genießen." Manche Bürger wundern sich, dass ein Weihnachtsmarkt geplant wird, aber die Bürgermeisterin nicht mehr zum Gratulieren bei Jubiläen ins Haus kommt. "Mir macht es großen Spaß den Menschen zu besonderen Jubiläen zu gratulieren. Aber das geht in der aktuellen Zeit einfach nicht, denn die Jubilare sind älter und gehören damit zur Risikogruppe", erklärt die Bürgermeisterin.

Deshalb erhalten diese Urkunden, Gutscheine von örtlichen Händlern und ein Schreiben mit einer Erklärung. "Ich muss jeden Tag Entscheidungen treffen und kann nicht alle über einen Kamm scheren. Jeden Tag überlegen wir, wie wir unsere Bürger schützen können", erklärt Christiane Meyer, die auch die Corona-Warn-App nutzt. Weiter sagt sie, dass jeder Einzelne ebenfalls Entscheidungen für sich, aber auch für die Gemeinschaft treffen muss: "Man kann durchaus mehr tun als vorgeschrieben ist."