Die weite Fahrt ins oberpfälzische Miltach hat sich nicht gelohnt. Aufgebrochen mit dem Ziel, den Klassenerhalt in der Landesliga zu schaffen, mussten sich die Volleyballer des TV Ebern in Miltach geschlagen geben. Ob sie absteigen müssen, steht dennoch noch nicht fest. TSV Miltach - TV Ebern 3:1 (25:21, 22:25, 28:26, 25:23) Die Mannschaft von Trainer Horst Hanke musste in dieser so wichtigen Begegnung mit Tobias Elflein, Michael Helbig und Simon Langenberg auf drei absolute Leistungsträger verzichten - das konnte die Mannschaft nicht kompensieren. Die 1:3-Niederlage kam daher nicht überraschend.

Der Tabellenzweite der Bezirksliga Oberpfalz war vom ersten Aufschlag an hellwach und spielte über weite Strecken auf seinem gewohnten Niveau. Extrem laut, aber fair waren die Fans des TSV Miltach, die ihren Klub über die gesamte Spieldauer unterstützten - dabei aber auch gute Leistungen der Gäste aus Ebern mit Beifall honorierten.

Die "Turner" hatten große Mühe, zu ihrem Spiel zu finden. Vor allem im Angriff fehlte die Durchschlagskraft. Schnell gerieten die Gäste mit 0:6 ins Hintertreffen, fanden jedoch nach dem Rückstand langsam besser ins Spiel - zumindest was die Feldannahme und den Spielaufbau betraf. Den Verlust des Auftaktsatzes konnten sie trotzdem nicht verhindern, Miltach behielt mit 25:21 die Oberhand.

TVE macht den Sack nicht zu

Der Eberner Aufwärtstrend setzte sich jedoch im zweiten Durchgang fort: Der TVE gestaltete diesen Satz offen, die Angriffe waren nun wirkungsvoller. Folgerichtig schafften die Gäste mit 25:22 den Ausgleich zum 1:1. Auch im dritten Satz hatte der TVE zeitweise Vorteile. Die Hanke-Truppe lag mit 21:18 vorn, machte den Sack jedoch nicht zu und verlor noch 28:26. Eine Kopie des Satzes zuvor war Durchgang 4. Auch diesen hielten die Unterfranken jederzeit offen, lagen erneut mit mehreren Zählern vorn, doch am Ende stand ein 23:25-Satzverlust auf der Anzeigentafel.

Das Spiel war keinesfalls eine enttäuschende Vorstellung der leidenschaftlich kämpfenden Eberner, doch fehlten die Stammspieler zu sehr - es war nicht mehr möglich. Das junge Team bemühte sich zwar, doch fehlte in vielen Phasen die Erfahrung und vor allem die entscheidende Durchschlagskraft in der Offensive. Vor allem Steller Langenberg, der seine Angreifer in der Punktspielserie ein um das andere Mal in beste Positionen gebracht hatte, war nicht zu ersetzen.

Hat Ebern noch eine Chance?

Nun muss Ebern abzuwarten, ob es noch eine Chance auf den Klassenerhalt gibt. VGF Marktredwitz II, Zweitplatzierter in der Bezirksliga Oberfranken, hat auf sein Relegationsspiel verzichtet, wodurch sich eine neue Konstellation in Sachen Auf- und Abstieg ergibt. di TV Ebern: Manuel Bauer, Alexander Amend, Jürgen Grämer, Edwin Hanke, Max Klüpfel, Nils Menzel, Thomas Rupprecht, und René Ullrich