Die Erhaltung der Schöpfung ist allen Christen in die Wiege gelegt. Die Kirchenverwaltung Wickendorf betreibt daher ein kirchliches Umweltmanagement. Initiator und Antreiber ist dabei Christof Krebs. Der engagierte Kirchenrat hat einen Kurs und die Ausbildung zum Umwelt-Auditor absolviert und in der Pfarrgemeinde die EMAS-Zertifizierung vorgeschlagen und vorangetrieben. "Durch das kirchliche Umweltmanagement kann man zum einen zum Erhalt der Schöpfung beitragen und zum anderen Kosten sparen sowie die Umwelt schonen", erläutert Krebs. "Wir wägen die ökonomischen, ökologischen und sozialen Folgen unseres Handelns sorgfältig ab. Unsere Verantwortung für die Welt ergibt sich aus unserem Glaubensbekenntnis", betont der Umwelt-Auditor.

Als Grundlage ihres Handelns haben das Umweltteam und die Kirchenverwaltung Leitlinien ausgearbeitet. "Wir beschaffen und benutzen bevorzugt die in Herstellung, Gebrauch und Entsorgung insgesamt umweltverträglichsten Produkte", verdeutlicht Krebs. Die Verantwortlichen tragen beispielsweise auch dafür Sorge, dass Abfälle vermieden und unvermeidbare Abfälle verwertet oder umweltverträglich entsorgt werden. Der Pfarrgarten und die Kirchwiese werden im Sommer nicht mehr ganz gemäht, sondern sollen Lebensräume für kleine Tiere und Insekten sein.

Die Umweltschutzaktivitäten werden regelmäßig mit dem Ziel einer stetigen Verbesserung erfasst und bewertet. 2017 hat die Kirchenstiftung für besonderen Einsatz im Klimaschutz den Klimapreis der Erzdiözese Bamberg erhalten.

Umweltschutz ist Aufgabe aller Christen. Durch eine aktive Beteiligung wächst die Selbstverständlichkeit für umweltbewusstes Denken und Handeln. In der "Fairen Woche", die in ganz Deutschland begangen wird, wollte man mit besonderen Aktionen auf die Wichtigkeit des Themas eingehen. Christof Krebs hat deshalb nach dem Sonntagsgottesdienst in Wickendorf kleine Laubbäume verschenkt, die man sich in den Garten pflanzen kann. ut