Coburg — Der Kreisverband Coburg-Stadt der Frauen-Union (FU) ist unter neuer Führung. Bei der Versammlung im "Ratskeller" wurde Annemarie Keul-Weber mit zehn Stimmen in geheimer Wahl zur Vorsitzenden gewählt. Die Gegenkandidatin Ragida Deeb erhielt fünf Stimmen. Sie war dann auch nicht mehr bereit, weitere Ämter anzunehmen, und verließ nach Beendigung der Versammlung als erste schnurstracks den Raum.
Annemarie Keul-Weber, die die Nachfolge der nicht mehr kandidierenden Ärztin und Zweiten Bürgermeisterin Birgit Weber antritt, ist Krankenschwester am Klinikum Coburg und verfolgt das Ziel, die Interessen der Frauen in Politik und Gesellschaft zu vertreten.
Birgit Weber zog für sich eine positive Bilanz: "Die Arbeit in der FU hat mir wahnsinnig Spaß bereitet." In ihrer fünfjährigen Amtszeit konnte die Mitgliederzahl von 30 auf 45 gesteigert werden. "Wir haben eine Mischung aus Jung und Alt."
Zu den Aktivitäten des vergangenen Jahres zählten ein Besuch der Milchwerke Oberfranken in Wiesenfeld, die Wahlwerbung, die Stammtische und ein Erste-Hilfe-Kurs. Weber wies außerdem auf das überregionale Engagement hin, auf die Besichtigung der städtischen Sammlungen in der Uferstraße und auf die 40-Jahr-Feier zusammen mit Monika Hohlmeier. Als Zweite Bürgermeisterin möchte sie ihr Augenmerk auf die Umgestaltung des Güterbahnhofes richten und der Brachenentwicklung entgegenwirken, sagte Weber. Die Neugestaltung des Sagasser-Geländes an der Callenberger Straße bezeichnete sie deshalb als optimal. Die stellvertretende Vorsitzende Irmgard Titz stellte fest: "Birgit Weber hat sich um die FU verdient gemacht."
Für den CSU-Fraktionsführer Jürgen Oehm hat sich das Klima im Stadtrat positiv entwickelt. Auch ein neuer Führungsstil werde praktiziert. "Jetzt tut sich was", meinte er und mahnte die Verantwortung des Stadtrates gegenüber der Jugend im Bereich Schulden an. dav