Es ist schon eine seltsame Situation: Bürgermeister Bernhard Storath muss verdiente Ratsmitglieder verabschieden, die bis zu 24 Jahre in der Kommunalpolitik engagiert waren und nun aus dem Gremium ausscheiden. Wegen der Corona-Abstandsregeln kann er ihnen nicht einmal die Hand schütteln. Klar, dass das im Sommer nachgeholt wird, sobald sich die Situation entspannt hat.

Auf den neuen Marktgemeinderat, der sich am 5. Mai zur konstituierenden Sitzung in der Turnhalle treffen wird, kommen große Aufgaben zu. Der kürzlich beschlossene Haushalt der Gemeinde ist voller Lücken und Fragezeichen. Wie hoch werden die zusätzlichen Ausgaben der Gemeinde sein, um die Corona-Krise zu bewältigen? Wie stark brechen Steuereinnahmen weg, die in allen anderen Jahren relativ konstante Größen gewesen sind?

Wie sich all das auf den Gemeindehaushalt auswirken wird, zeigt sich erst in einigen Monaten, so dass wahrscheinlich ein Nachtragshaushalt erstellt und verabschiedet werden muss. Das wird keine leichte Aufgabe für den Bürgermeister, den Kämmerer und das 20-köpfige Gremium. Auch wenn die Arbeit in der vorherigen Legislatur durch den ICE-Trassenbau und den Neubau eines Feuerwehrhauses nicht einfach gewesen ist: Die kommenden sechs Jahre dürften eine Herausforderung werden.