Sebastian Schanz Er ist also ausgeblieben, der zweite Bamberger Bierkrieg. Während 1907 die Erhöhung des Bierpreises um einen Pfennig pro Seidla einen Aufschrei und einen Streik unter der Führung Karl Panzers zur Folge hatte - blieb es 2020 ruhig in Bamberg. Corona macht die Menschen mürbe. Selbst die standhaften Stehbiertrinker. Doch sollte das bayerische "Leben und leben lassen" in Zeiten nach dem verfluchten Fledermausvirus wieder hochgehalten werden! Zyniker frotzeln bereits: Kaum sind die Grünen am Ruder, wird das Stehbier kriminalisiert. Und so mancher bierbäuchige Poet dichtet schon den Bamberger "Rauchbiersong", frei nach Ton Steine Scherben: "Trinker, bleibt standhaft! Fällt das Stehbier, dann sackt auch Ihr bald zusammen!"