Der geplante Kinderstadtmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag am 27. September wird wegen der Auflagen zur Corona-Pandemie nicht stattfinden, teilte Stadtmarketing ProBad Kissingen e.V. am Donnerstag mit.

Das alljährliche Aktionsprogramm der Stadtjugendarbeit zum Kinderstadtmarkt in der Von-Hessing-Straße wurde bereits abgesagt. Gleiches gilt für den Kinderflohmarkt in der Bachstraße, der von Pro Bad Kissingen organisiert wird. Philipp Pfülb, Leiter Jugend, Familie und Soziales von der Stadt Bad Kissingen, und Klaus Bollwein, Geschäftsführer von Stadtmarketing Pro Bad Kissingen, haben sich zu diesem Schritt entschieden, weil ein Sicherheits- und Hygienekonzept für diese beiden Bereiche zum Schutz von Kindern und deren Eltern nicht umsetzbar gewesen wäre, heißt es in der Pressemitteilung von Pro Bad Kissingen.

Schutz der Bevölkerung geht vor

Beide seien sich einig, dass der Schutz der Bevölkerung vorgehe und gerade bei der hohen Besucherfrequenz der Spielstraße und des Flohmarktes am Kinderstadtmarkt wäre die Durchführung zu Corona-Zeiten unverantwortlich gewesen.

Hoffnung auf eine Lösung für eine Ladenöffnung und einige Marktstände in der Fußgängerzone hatte Bollwein zunächst jedoch gehabt. Grund dafür war eine Pressemitteilung des Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger vom 28. August, in der der Minister für die Durchführung von vorkaufsoffenen Sonntagen geworben hatte. Bollweins Hoffnung, dass nun eine pragmatische Lösung gefunden werden könnte, damit die heimischen Einzelhändler ihre Ladentüren öffnen dürfen, habe sich leider nicht erfüllt, heißt es in der Mitteilung weiter.

Der Umsatz hätte nicht nur dem Handel vor Ort, sondern auch den Markthändlern gut getan, denn viele von ihnen kämpfen um ihre Existenz, bedauert Pro Bad Kissingen. Mit den geplanten Hygiene- und Schutzkonzepten, großzügiger Aufteilung der Stände in der Fußgängerzone, Einhaltung der Abstandsregeln und Maskenpflicht im Bereich der Marktstände hätte es aus Sicht des Veranstalters funktionieren können. Für die Einzelhändler wären die Regeln und Sicherheitsmaßnahmen die gleichen wie an allen anderen Tagen der Woche gewesen.

Aktuell sind demnach aber nur kleinere Märkte genehmigt, die keine großen Besucherströme anziehen dürfen. Wegen der zu erwartenden großen Besucherströme könne der Markt in Bad Kissingen deshalb nicht genehmigt werden, was zur Folge hat, dass damit laut Ladenschlussgesetz auch kein verkaufsoffener Sonntag stattfinden darf, erläutert Pro Bad Kissingen die Sachlage. red