von unserer Mitarbeiterin Sonja adam

Kasendorf — Gemeinsam sollen Marktgemeinderäte und ganz normale Bürger an der Zukunft der beiden Märkte Kasendorf und Wonsees mitwirken. 31 Teilnehmer - zwei Drittel aus Kasendorf, ein Drittel aus Wonsees - setzten sich einen Abend lang im Musikheim Kasendorf zusammen, um gemeinsam Brainstorming zu machen. Aus den bereits im Vorfeld getrennt initiierten Gemeindewerkstätten haben Juliane Kerst und Philipp Ruhstorfer vom Planungsbüro IPU in Erfurt 36 grobe Ziele entwickelt. In einer gemeinsamen Sitzung galt es nun, die ziele weiter zu konkretisieren, weiter zu entwickeln und in Worte zu fassen. "Im nächsten Jahr werden wir dann so weit sein, dass wir alles ausgewertet haben, dass wir Maßnahmen und Projekte vorstellen können", erklärte Kerst. Dann sollen sogenannte Leitprojektwerkstätten stattfinden.
Während sich die Märkte Wonsees und Kasendorf bei den Einzelsitzungen bislang vor allem um die eigenen Bereiche kümmerten und die Ideen auf die jeweiligen Heimatkommunen fokussierten, ging es in der gemeinsamen Sitzung nun darum, Gemeinsamkeiten zu finden. "Beide Märkte sind ländlich geprägt, liegen idyllisch und haben ihre Stärken in einem funktionierenden Vereinsleben und in dem sozialen Zusammenhalt", faste Philipp Ruhstorfer die Erkenntnisse des Abends zusammen.
Doch es gibt auch Unterschiede. Kasendorf hat eine starke Wirtschaft, Wonsees konzentriert sich eher auf Tourismus. "Aber in beiden Märkten sind die Themen Bauen und Wohnen und das Thema Wirtschaft am wichtigsten", so Ruhstorfer. Für die Kasendorfer ist es wichtig, Ideen für eine Nutzung des Schwarzen Rosses zu finden. Den Wonseesern brennt eher eine Nutzung der alten Schule auf den Nägeln.
Ende Januar werden die Lenkungskreise des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes zusammenkommen und darüber diskutieren.