Sportlich geht das Jahr 2019 für den Eberner Handball an diesem Samstag zu Ende. Bevor am Abend die Weihnachtsfeier für die gesamte Abteilung ansteht, treten die Männer I des TV Ebern um 15 Uhr zu Hause in der Dreifachhalle gegen die TS Coburg (11.) an. Für die erste Garnitur endet ein durchwachsenes Jahr, das im Frühjahr zwar den Klassenerhalt brachte, im Herbst aber die erwartet schwere Saison in der Bezirksoberliga bereithielt.

Weiter zieren die "Turner" das Tabellenende und sind nach wie vor sieglos. Auch beim Aufsteiger TS Coburg setzte es beim ersten Aufeinandertreffen vor gut vier Wochen eine empfindliche 24:29-Niederlage. Sollte nun auch das Rückspiel keine zwei Zähler bringen, dürfte der Abstieg nicht mehr zu verhindern sein. Denn bei einem Sieg wären die Coburger, die gewiss härtester Konkurrent im Abstiegskampf sind, vier Punkte enteilt und hätten zudem den direkten Vergleich deutlich für sich entschieden.

Im Hinspiel waren die Eberner wieder einmal nur 40 Minuten auf Augenhöhe, bis die "Vestestädter" deutlich davonzogen. Hatte man sich im Eberner Lager gut auf den Coburger Rückraum um Kapitän Pletl, Finzel und Kempf eingestellt, war die TS dann über außen zu erfolgreich. Neben dem quirligen Deniz Balkan gilt es, auch die Torhüter Erl und Braunstätter zu erwähnen. Das Duell der Torsteher wollen am Samstag aber diesmal Schad, Kröner und Ospel für sich entscheiden. Das wird auch zwingend erforderlich sein, wenn die "Wildschweinstädter" nochmals die Hand an den rettenden Strohhalm bringen wollen. Da trifft es sich gut, dass mit Johannes Geuß ein wichtiger Akteur dabei sein und damit der Ausfall von Hippeli etwas kompensiert werden kann.

Hinter den Einsätzen von Groh und Hohmann stehen weiterhin verletzungsbedingt Fragezeichen. Ob vielleicht sogar Haberl und Feldmann die Schuhe schnüren, war ebenfalls zuletzt offen. Doch egal, wer letztlich aufläuft, es gilt, dass sich alle Akteure sprichwörtlich zerreißen und bedingungslosen Einsatz an den Tag legen. Tabellenvorletzter gegen Schlusslicht, da kann unter normalen Umständen kein schönes Spiel zu erwarten sein, aber auch ein Kampfspiel, das von der Spannung und dem Siegeswillen beider Teams lebt, kann für die hoffentlich nochmals zahlreichen Zuschauer attraktiv sein. di