Beim 3. Sonnefelder Wirtschaftsgespräch wies Thomas Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Vbw-Bezirksgruppe Oberfranken, auf Herausforderungen durch die Digitalisierung der Arbeitswelt hin. "Unsere Untern...
Beim 3. Sonnefelder Wirtschaftsgespräch wies Thomas Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Vbw-Bezirksgruppe Oberfranken, auf Herausforderungen durch die Digitalisierung der Arbeitswelt hin. "Unsere Unternehmen müssen im digitalen Zeitalter in der Lage sein, schnell auf individuelle Kundenwünsche aus aller Welt zu reagieren, andernfalls macht die internationale Konkurrenz das Rennen. Wir müssen unsere Rahmenbedingungen an die neuen Erfordernisse anpassen. Es kommt darauf an, dass wir uns an die Spitze setzen und diese Entwicklung konstruktiv mitgestalten", sagte Kaeser einer Pressemitteilung zufolge.
Prof. Martina Heßler, Inhaberin des Lehrstuhls Technikgeschichte an der TU Darm-stadt, blickte in ihrem Vortrag "Historische Perspektiven auf die Arbeitsgesellschaft in Zeiten des digitalen Wandels" auf den Wert der Arbeit und der Position des Menschen in die digitalen Arbeitswelt. "Die Frage, welchen Wert Erwerbsarbeit in einer digitalisierten Welt noch haben kann und soll, ist nicht neu. Sie wurde im Kontext grundlegender technologischer Neuerungen stets gestellt. Wir müssen heute aber mehr denn je eine Diskussion führen, welche Aufgaben Maschinen und welche Menschen übernehmen sollen", so Heßler. Verunsicherung über die digitale Arbeitswelt ist aus Sicht der Vbw nicht angebracht, da Fachkräfte weiter in großem Umfang benötigt werden. "Für Bayern wird eine Ar-beitskräftelücke in Höhe von 350 000 Personen im Jahr 2025 erwartet. Dagegen gilt es, vielfältige Maßnahmen zu ergreifen, vor allem brauchen wir eine breite Bildungsoffensive", so Kaeser. red