Zu einem Schwelbrand kam es gestern in den frühen Abendstunden im Hegnabrunner Zedernweg. Auslöser war mit großer Wahrscheinlichkeit ein Kabelbrand in einem etwa 30 Quadratmeter großen Nebengebäude.

Gegen 16.20 wurden die Feuerwehren aus Neuenmarkt und Hegnabrunn von der Leitstelle in Bayreuth alarmiert. Die rund 30 Einsatzkräfte hatten alle Hände zu tun, um den Brand, der unheimlich Rauch entwickelte, unter Kontrolle zu bringen.

Mehrere Atemschutzgeräteträger waren mussten sich zum eigentlichen Brandherd vorkämpfen. Im Einsatz war auch ein Hochleistungslüfter, um den Rauch zu vertreiben und den Feuerwehrkräften die Arbeit zu erleichtern.

Der Sohn des Grundstückseigentümers, der am kommenden Wochenende mit dem Besuch der Meisterschule im Schreinerhandwerk beginnen will und sich in dem Holzbau eine kleine Schreinerwerkstatt eingebaut hatte, wurde durch einen Stromausfall im Wohnhaus darauf aufmerksam, dass irgend etwas nicht stimmen konnte. Als er die Haustür öffnete, kamen ihm bereits dicke Rauchwolken aus dem Nebengebäude entgegen.

Nach einer halben Stunde hatten die Aktiven beider Feuerwehren den Brand unter Kontrolle. Keine leichte Aufgabe, denn die frostigen Temperaturen erschwerten die Löscharbeiten. Die erste Löschwasserversorgung wurde über ein Tankfahrzeug vorgenommen, wenig später konnte bereits eine Leitung von einem Unterflurhydranten in der Bayreuther Straße aufgebaut werden.

Die Einsatzleitung oblag Kreisbrandmeister Reinhold Bär in Zusammenarbeit mit den Kommandanten Harald Fischer und Friedrich Auge von den Ortswehren Neuenmarkt und Hegnabrunn. Mit vor Ort war auch das BRK. Die Rettungskräfte brachten den jungen Mann mit Verdacht auf Rauchvergiftung vorsorglich zur Beobachtung ins Klinikum Kulmbach.

Zwei Beamte der Polizeiinspektion Stadtsteinach nahmen die Ermittlungen auf. Die Schadenshöhe dürfte vorsichtigen Schätzungen zufolge bei annähernd 20 000 Euro bewegen. Auch Kreisbrandrat Stefan Härtlein machte sich ein Bild von den Löscharbeiten.