Mit einer erfreulichen Bauvoranfrage wurde der Gemeinderat am Dienstagabend konfrontiert: Auf einem unbebauten Grundstück in der Blumenstraße soll neben zwei Einfamilienwohnhäusern noch ein größeres Gebäude mit mehreren Wohneinheiten entstehen.

Bürgermeister Günther Hübner (CSU) sprach von einer sehr guten Anfrage und rechnet mit rund 20 Wohneinheiten, die der Gemeinde Harsdorf in der Entwicklung der Einwohnerzahlen natürlich gut tun würden. Der Gemeinderat stellte seine Zustimmung in Aussicht und bat darum, entsprechende Stellplätze auf dem Grundstück auszuweisen.

Die Arbeiten am Gemeindezentrum und Bräuhaus gehen dem Ende entgegen, wie der Bürgermeister weiter berichtete. Inzwischen ist der Jugendraum wieder nutzbar, und auch die Gemeindebücherei im Obergeschoss des Bräuhauses ist weitestgehend eingerichtet, wobei die Kosten der Bücherschränke durch private Geldspenden abgedeckt sind.

Das Gemeindeoberhaupt Hübner dankte vor allem den ehrenamtlichen Helfern, die die Schreinerarbeiten in der Bar erledigt haben. Ob der Saal mit einer kostenaufwendigen Konferenzausstattung versehen wird, steht noch in den Sternen. Es wird wohl bei den Plänen bleiben, denn dafür nannte der Bürgermeister Kosten von annähernd 30 000 Euro.

Im Bräuhaus ist die technische Ausstattung noch ein Thema. Erfreulich ist aber, dass sich bereits viele Bürger der Gemeinde Harsdorf und auch Auswärtige dafür interessiert haben, bei der Gründung eines eigenen Vereins für den Betrieb und den Unterhalt des Bräuhauses mitzumachen.

Der Bürgermeister berichtete außerdem aus den jüngsten Sitzungen des Festausschusses (100 Jahre TSV Harsdorf) und der ILE "Fränkisches Markgrafen- und Bischofsland". Der TSV Harsdorf feiert sein großes Jubiläum mit einem Festwochenende vom 9. bis 11. August. Die Vorbereitungen laufen laut Hübner bereits auf Hochtouren. Das Festwochenende beginnt am Freitag mit einem "Fränkischen Abend", für den Samstag ist ein Eventnachmittag mit einem Lebendkicker geplant, und am Abend wird die Band "Lipstick" aufspielen. Der Sonntag beginnt mit einem Zeltgottesdienst, danach spielen die Schorgasttaler Musikanten zur Unterhaltung auf. Weitere Details will Bürgermeister Hübner in der Mai-Sitzung bekanntgeben.

In der Sitzung der ILE "Markgrafen- und Bischofsland" ging es unter anderem um eine Fachkraft für Wasserversorgungstechnik und die künftige Klärschlammentsorgung.

Diese werde ein Riesenproblem, so Hübner, denn ab 2030 sei eine thermische Verwertung des Klärschlamms, also eine Verbrennung angesagt. Eine eigene Verbrennungsanlage sei aber für den Bereich der ILE "Fränkisches Markgrafen- und Bischofsland" nach den Worten von Hübner eine Nummer zu groß. Es gelte, in dieser Sache weiter am Ball zu bleiben.

Ein weiteres Thema in der jüngsten ILE-Sitzung waren Maßnahmen zur Erhaltung der Artenvielfalt. Noch sei unklar, was besser ist: ein Absaugen der gemähten Straßenränder wie bisher oder das Mulchen des Schnittguts. Was die Schaffung von Blühwiesen angeht, soll gemeinsam mit der Nachbargemeinde Himmelkron eine Teststrecke von Lanzendorf bis Zettmeisel angelegt werden.

Die Planung des Überschwemmungsgebietes der "Trebgast" soll nunmehr zum Abschluss kommen. Betroffen davon ist auch ein Teilbereich der Gemeinde Harsdorf. Das Gremium billigte die Planung, allerdings unter der Voraussetzung, dass mit dem Betreiber der Gärtnerei noch ein Gespräch gesucht wird und von dieser Seite auch keine Einwendungen zu den Plänen des Überschwemmungsgebietes kommen.

Die Neuinstallierung einer Straßenbeleuchtung für den Ortsteil Sandreuth kostet rund 30 000 Euro. Konkret geht es um die Aufstellung von sieben neuen Straßenleuchten, wobei der Bürgermeister noch vorschlug, zwischen der Eisenbahnbrücke und der Staatsstraße eine weitere Lampe zu stellen, die vor allem dann notwendig wird, wenn der Radweg von Harsdorf nach Ramsenthal im Zuge der Ausbauarbeiten an der Staatsstraße asphaltiert wird.