In der Stadt seiner Jugend feiert der international erfolgreiche Cellist und Dirigent Jürgen de Lemos seinen 80. Geburtstag.
Der Künstler, der in Coburg zur Schule ging und auch zahlreiche Konzerte gestaltet hat, gastiert am Tag des Bundestagswahl im Haus Contakt. Am Sonntag, 24. September, gestaltet Jürgen de Lemos als Solist und Dirigent eine Matinee gemeinsam mit dem Collegium Musicum Coburg. Solisten sind der in Coburg lebende Konzertpianist Hans-Dieter Bauer, der Klarinettist Edgar Eichstädter und der Pianist Ulrich Karla. Auf dem Programm stehen Werke von Edvard Grieg, Gabriele Fauré, Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn und anderen.
In Leipzig geboren, studierte Jürgen de Lemos Dirigieren an der Juilliard School in New York. Als Cellist empfing er Anregungen von prominenten Solisten wie Pabo Casals und Gregor Piatigorski. Er war Solocellist des Sinfonieorchester des NDR, saß am ersten Pult des Bayreuther Festspielorchesters und war 41 Jahre lang Solocellist der Colorado Symphony in Denver. Seine Karriere als Dirigent umfasst ebenfalls fast vier Jahrzehnte.


Schüler des Albertinums

Seine musikalischen Wuzreln hat Jürgen de Lemos in Coburg. Er war Schüler des musischen Gymnasiums Albertinum seit 1953, dem Gründungsjahr des Collegium Musicum unter Josef Ehrle, und spielte gleich im ersten Konzert des Ensembles mit.
Schon während seiner Gymnasialzeit spielte er im Orchester des Landestheaters als als ständige Aushilfe. Gemeinsam mit dem gleichaltrigen Pianisten Hans-Dieter Bauer konzertierte er viele Jahre und spielte Aufnahmen für den Bayerischen Rundfunk ein. ct