von unserem Mitarbeiter Gerold Snater

Königsberg — Wo der eine kaum rausgehen mag wegen des Wetters, sind die anderen gerade jetzt schwer aktiv. Im stillen Hain, sprich im Königsberger Stadtwald, will das Holz geerntet und verkauft werden, und auch die gezielte Regeneration will der Mensch beeinflussen.
Mithilfe der neuen Waldbauförderung des Freistaats Bayern engagiert sich Königsberg aktiv am "Waldumbau in Bayern", auf den das Programm abzielt. Insgesamt werden im Herbst 2015 im Königsberger Stadtwald durch Revierleiter Clemens Beyer und seine beiden Forstwirte Helmut Koch und Jan Brandenburger 2500 Weißtannen, 500 Bergahorne, 500 Douglasien und 800 Fichten gepflanzt.
Der Hintergrund: Durch die stete Klimaerwärmung ist es wichtig, klimatolerante Baumarten zu pflanzen. Also Bäume, die die Trockenheit aushalten.
Weißtannen, Bergahorne und Douglasien sowie Eichen und Buchen haben für die nächsten 50 Jahre deutlich bessere Klimachancen als die vor einigen Jahrzehnten angelegten Fichtenmonokulturen prognostiziert bekommen. Trotzdem ist es aus betriebswirtschaftlichen Gründen nach wie vor wichtig, auch an den "Brotbaum" Fichte zu denken, der sich immer gut verkaufen lässt. Die Fichte wird daher im Stadtwald Königsberg in bestehende Buchenbestände hineingepflanzt, "eingemischt", wie der Fachmann sagt. Für den Stadtwald ist es sehr wichtig, künftig einen gesunden Anteil an Nadelholz zu haben.
Durch die höhere Anzahl verschiedener Baumarten in einem Bestand entstehen Mischwälder, bei denen das Risiko, dass Bäume eingehen oder durch das Wetter sonstwie beeinträchtigt werden, geringer ist. Der Stadtwald Königsberg ist aufgrund seiner hohen Laubmischwaldbestände bestens für die Zukunft gerüstet, meint der Stadtförster Beyer. Es sind nur einzelne Bestände, die in den nächsten Jahren ergänzt werden müssen.
So können die Königsberger gelassen in den Verkauf gehen: Seit nun fünf Jahren nimmt Königsberg wieder einmal an der Wertholzsubmission in Sailershausen teil. Stadtförster Clemens Beyer hat im Stadtwald sorgsam 15 hochwertige Stämme ausgesucht, die den Holzkäufern vorgelegt werden. Die 24,38 Festmeter sollen Geld in die Kasse bringen.
So fällten jetzt die städtischen Forstwirte Helmut Koch und Jan Brandenburger die 14 Stieleichen" und die Esche, brachten sie auf Maß und ließen sie nach zum Traditionswertholzplatz in Sailershausen bringen. Clemens Beyer hofft auf eine sehr hohe Anzahl von Käufern und einen spannenden Bieterkampf mit neuen Höchstpreisen.