Die neunte kommunale E-Tankstelle im Landkreis Kulmbach steht in Presseck. Christian Vogler von der Firma N-Ergie aktivierte die Ladesäule für gleichzeitig zwei Autos und drei E-Bikes am Rande des Marktplatzes.

Den Platz für die Anlage hat die Raiffeisenbank Oberland zur Verfügung gestellt. Die Ladesäulen und die Installationen befinden sich an der Außenwand der Pressecker Filiale.

Für Landrat Klaus Peter Söllner und Bürgermeister Siegfried Beyer war dies ein Zeichen für die enge Zusammenarbeit und die kurzen Wege im Oberland. Elektromobilität sei ein zentrales Thema, wenn es um Klimaschutz gehe, sagte Söllner. Deshalb habe der Landkreis beim Angebot des teilkommunalen Nürnberger Energieunternehmens zugeschlagen.

Vorerst kostenlos

N-Ergie stellt für fünf Jahre die Stromtankstellen zur Verfügung und übernimmt die Kosten für Installation, Wartung und Betrieb mit Ökostrom - und das vorerst für die Nutzer kostenlos. "Demnächst wird der Landkreis Steckbriefe der Ladestationen veröffentlichen", kündigte der Landrat an.

Insbesondere für Presseck seien die Lademöglichkeiten für Elektro-Fahrräder von Belang und ein Baustein für die weitere touristische Erschließung des Frankenwalds, sagte Bürgermeister Beyer. Deshalb hatte er auch Pfarrer Siegfried Welsch als passionierten E-Biker zur Feierstunde gebeten. Nachdem es bisher noch keine standardisierten Ladekabel für Räder gibt, hält das Pressecker Rathaus einen Satz Kabel vor, die ausgeliehen werden können.

Mit der Ladestation hat der Markt Presseck nun wieder eine "Tankstelle". Früher gab es sogar zwei richtige Tankstellen, je eine an beiden Ortsausgängen. Bis wann, das weiß niemand mehr so genau. Die Erinnerungen sind nur noch vage.

Für den Pizzawagen oder andere mobile Verkaufsstellen hat der Markt Presseck auf dem Platz unterhalb der Ladesäulen eine befestigte Stellfläche angelegt.

Der Platz, der nach dem Abriss des Hauses Stadtsteinacher Straße 1 entsteht, ist fast fertig und soll wahrscheinlich noch Ende dieses Monats eingeweiht werden. klk