Erste Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) begrüßte am vergangenen Dienstag Bürgerinnen und Bürger, sowie Vertreter des Stadtrates zur ersten von drei Bürgerversammlungen in der Stadthalle in Ebermannstadt. Wegen der Corona-Hygienevorschriften kann die Bürgermeisterin in diesem Jahr nicht in den Ortschaften Versammlungen abhalten. Die erste solche Veranstaltung war für die Bürgerinnen und Bürger aus dem Mühlbachtal und Eschlipp. Christiane Meyer fasste die kommunalen Geschehnisse des vergangenen Jahres in einer Präsentation zusammen. Sie informierte, dass es im Stadtrat nun acht neue Mitglieder gibt und vier Stadträtinnen. In zwei Ortschaften waren Ortssprecher gewählt worden: in Kanndorf Andreas Müller und in Eschlipp Claudius Haber. Ortsteile, die am 18. Januar 1952 noch selbstständig waren und nicht im Stadtrat vertreten sind, können einen solchen wählen.

Die aktuelle Gesamtverschuldung der Gemeinde einschließlich Schulverband und Stadtwerke beläuft sich auf etwa 13,1 Millionen Euro. Das bedeutet eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1882 Euro. "Das ist sehr erfreulich, weil die Zahl in den letzten Jahren nach unten ging", trug die Bürgermeisterin vor. Der Schuldenstand der Stadt alleine beträgt zirka sieben Millionen Euro. "Von den 29 Gemeinden im Landkreis Forchheim hat Ebermannstadt die dritthöchste Verschuldung", erklärte sie. 2012 war der höchste Stand, der stetig zurückging. Nur aktuell steigt er wieder leicht an, weil die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 850 000 Euro vorgesehen ist, um Bauland erwerben zu können. 2020 konnten die höchsten Einnahmen bei der Gewerbesteuer erzielt werden, da eine Firma eine Zahlung von einer Million Euro getätigt hatte. Meyer erklärte, dass sie hoffe, dass die Stadt "mit einem blauen Auge davonkommt", da die 432 örtlichen Betriebe in verschiedenen Branchen tätig sind.

Weiter ging sie auf verschiedene Corona-Maßnahmen ein wie zum Beispiel die Umbauarbeiten im Bürgerbüro für 18 000 Euro.

Verkaufsoffener Sonntag

Außerdem plant die Stadt einen weiteren Markt mit verkaufsoffenem Sonntag am 8. November und einen Weihnachtsmarkt am 29. November. Das Breitband soll weiter verbessert werden, ein dritter Sanierungsabschnitt der Brücken am Breitenbach könnte beschlossen werden und auf dem Friedhof wird gerade eine Urnenwiese erstellt. Eine solche ist auch für Niedermirsberg geplant. Das ärgerte eine Zuhörerin aus Niedermirsberg, die gerne vorab gewusst hätte, was geplant werde. Die Bürgermeisterin will den Plan aushängen lassen. Zudem monierte eine Bürgerin, dass in der Kalkgasse im Bach die Böschung zusammenbreche. Das soll von der Stadt überprüft werden. Christiane Meyer informierte die Zuhörer, dass Eschlipp eine neue Wasserversorgung bekommt: "Ein zweites Standbein, denn wenn da was ausfällt, kann nur der Tankwagen kommen." Die Straße müsse nicht aufgebrochen werden, weil die Trasse auch über private Grundstücke laufen darf. Ortssprecher Claudius Haber wollte über den Verlauf der Trasse informiert werden und fragte, ob beim Spielplatz ein Hydrant für Übungen der Feuerwehr angebracht werden könnte. Der Plan des Verlaufes soll ebenfalls ausgehängt werden. Ob ein Hydrant aufgestellt werden kann, muss überprüft werden.