Yvonne Brandner,

Petra Dietzel und Manfred Schade vom Verein HeimFOrteil reagieren auf den FT-Artikel "Viele Ideen für das große Ganze". Darin äußerte sich Karl-Heinz Fleckenstein, Vorstand des Arbeiter-Samariter-Bundes und Experte für Wirtschaftsförderung, zum Thema Innenstadt-Handel.

Es sei leider ein generelles Problem, dass die deutschen Innenstädte an Frequenzproblemen leiden, sagen Yvonne Brandner, Petra Dietzel und Manfred Schade in einer Stellungnahme und teilen unter anderem mit: "Erst wurde immer mehr Handel auf die grüne Wiese verlegt- und dann tut seit Jahren der Online Handel sein Übriges dazu- die Corona Pandemie wirkt in dieser Situation wie ein Brandbeschleuniger. Wir als Verein HeimFOrteil versuchen seit fast zwei Jahren zusammen mit unserer Citymanagerin, Elena Büttner, Forchheim für unsere Kunden attraktiver zu machen. Es gibt viele Ideen und Vorschläge, aber wie Herr Fleckenstein richtig sagt, sind viele Sachen schwierig oder sehr langwierig in der Umsetzung. Nicht immer sind wir bei Innenstadtprojekten von Anfang an mit eingebunden. Das sollte sich nach unserem Empfinden noch verbessern."

Der Verein äußert sich zum Thema Beleuchtung: "Licht ist ein wichtiges Mittel, um etwas einladend zu präsentieren. Leider sind immer noch viele Gassen sehr dunkel und wenig einladend. Auch unser wirklich schöner Stadtpark, der die Innenstadt direkt mit dem neuen Wohnviertel am alten Hallenbad verbindet, ist nachts nicht beleuchtet und so quasi nicht begehbar. Hier ist dringender Handlungsbedarf, den Lichtmasterplan von 2019 sehr zügig umzusetzen. Eine einheitliche Weihnachtsbeleuchtung, gerade auch in den Gassen steht weit oben auf unserer Wunschliste." Zum Thema Zusammenarbeit heißt es in der Stellungnahme: "Die Stadt hat mit Elena Büttner eine Citymanagerin, die für die Händler und Gastronomie stets ein offenes Ohr hat und und uns mit Rat und Tat zur Seite steht. Wir als Verein arbeiten gerade daran, dass Thema Citycard neu anzugehen. Wie Herr Fleckenstein sagt, muss man das Rad nicht neu erfinden, aber gerade im Rahmen der Digitalisierung gibt es neue Anforderungen und technische Möglichkeiten. Zusammenarbeit ist das wichtigste Thema überhaupt. Aktuell sieht man im Lockdown, wie schwer sich der Handel in der Stadt ohne geöffnete Gastronomie tut; das lässt sich auf alle anderen Bereiche genauso übertragen.

Nur wenn möglichst viele Akteure an einem Strang ziehen, wird es gelingen, Forchheim noch attraktiver zu machen. Eine Handvoll engagierter Händlern/Kulturschaffender und Stadtmitarbeiter wird das alles nicht stemmen können. Jeder, dem Forchheim am Herzen liegt, kann sich auf die eine oder andere Art für seine Stadt einsetzen, sei es durch lokale Einkäufe, Mitarbeit in Vereinen, Müll-Sammel-Aktionen etc." red