Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Haundorf-Beutelsdorf, die traditionell von den Sternsingern eröffnet wird, standen neben den Berichten die Ehrungen langjähriger Mitglieder im Mittelpunkt des Abends.
Am Ende der Versammlung bedankte sich Peter Seeberger, auch im Namen seiner Familie, mit bewegten Worten bei der Feuerwehr. Auf seinem Anwesen in Beutelsdorf kam es am 12. Oktober des letzten Jahres zu einem Großbrand, der einen Schaden von rund einer halben Million Euro verursachte.
"Wir haben viel verloren, aber wir konnten weiterhin in den eigenen Betten schlafen, unsere Erinnerungstücke und Liebgewonnenes sowie Wertgegenstände blieben uns erhalten, das haben wir den Feuerwehrleuten zu verdanken", erklärte der Geschädigte.
Durch den massiven und umsichtigen Einsatz der Feuerwehren konnte das von den Flammen bedrohte frisch renovierte Wohnhaus ebenso gerettet werden wie ein weiteres Wohnhaus und das Anwesen eines Nachbarn. "Erst wenn man selbst betroffen ist, weiß man wie wertvoll und wichtig gut ausgebildete Feuerwehrleute und eine ebenso gut ausgerüstete Feuerwehr ist", erklärte Seeberger und er bedankte sich für die Hilfe auch bei der Stadt Herzogenaurach.
Dass der Brand des landwirtschaftlichen Anwesens in Beutelsdorf auch eine Herausforderung für die eingesetzten Feuerwehren war, verdeutlichte Kommandant Stefan Stellwag in seinem Bericht. So erwies es sich als richtig, dass Löschabschnitte gebildet wurden und zwischen der in Flammen stehenden Scheue und dem Neubau ein "Wasserriegel" aufgebaut wurde ebenso wie zu dem Nachbaranwesen.
Dabei habe sich zudem als vorteilhaft erwiesen, dass die Feuerwehrleute wenige Wochen vorher eine Alarmübung in einem landwirtschaftlichen Anwesen durchgeführt hatten. Aber auch sonst hatte die Feuerwehr Haundorf-Beutelsdorf mit ihren 55 Aktiven und 14 Feuerwehranwärtern einiges zu tun. Auf die 21 Einsätze, darunter zwei Brandeinsätze und fünf technische Hilfeleistungen bereiteten sich die Feuerwehrleute bei monatlichen Gruppenübungen und mehreren Groß- und Gemeinschaftsübungen sowie Schulungen vor und Leistungsprüfungen vor.
Auch um den Nachwuchs muss sich die Ortsteilwehr keine Sorgen machen, Gruppenführerin Johanna Nagel zeigte sich über die 14 Jugendlichen ebenso stolz wie Kommandant Stefan Stellwag. Neben gemeinsamen Aktionen und Übungen wird auch das Interesse an der Feuerwehr auch bei den "Jüngsten" geweckt und ein "Kindertag" veranstaltet. Die Jugend zeigt jedes Jahr Herz, der Erlös der Christbaum-Sammelaktion ging im letzten Jahr an die Flüchtlingshilfe und in diesem Jahr wird die "Tafel" unterstützt, wobei der Heimbeirat die Summe aufstockt.
Viel zu berichten hatte auch Vereinsvorsitzender Peter Rollig. Der Verein pflegt das Miteinander. Sei es beim traditionellen Grillfest, dem Johannisfeuer, einem Schlachtschüsselessen und einem Bildervortrag sowie der jährlichen mehrtägigen Busreise und beim der Weihnachtsfeier als Jahresabschluss.
Bürgermeister German Hacker, der auch die Ehrungen vornahm, bezeichnete die Feuerwehr Haundorf-Beutelsdorf als "Vorzeigewehr", bedankte sich für die Einsätze und beglückwünschte die Feuerwehrführung für die hervorragende Jugendarbeit. Heimlich hatten Zweiter Vorsitzender Bernhard Lunz und Mitglieder der Vereinsführung die Ehrung für den Vorsitzenden Peter Rollig für seine 50-jährige Mitgliedschaft vorbereitet.