Die SpVgg Jahn Forchheim hat ihre Hausaufgaben gemacht und steht in der zweiten Runde der Bayernliga-Relegation. Im Rückspiel in Haibach ließ die Springer-Elf nach dem klaren 4:0 im Hinspiel am Mittwoch wenig anbrennen. Schon nach 20 Minuten führten die Gäste mit 2:0. In der Folge ließ die Konzentration des Landesliga-Vizemeisters nach, spannend wurde es trotz zweier Gegentore aber nicht mehr. Auch der Zweitplatzierte der Nordost-Staffel löste seine Aufgabe souverän: Nach dem 2:0 zu Hause gewann Erlangen-Bruck bei Jahn Regensburg II 1:0. Die beiden Gegner sind damit abgestiegen.

SV Alemannia Haibach -
SpVgg Jahn Forchheim 2:2
"Es ist genau so gelaufen, wie es laufen muss. Wir haben kein frühes Tor bekommen und sind nicht in Verlegenheit geraten", resümierte Jahn-Manager René Hoffmann die Partie. "Optimal war unser Doppelschlag, der mehr als nur die Vorentscheidung darstellte." Im Vergleich zum Hinspiel begann Sven Wieczorek für den angeschlagenen Tobias Eisgrub. Die Hausherren mussten neben Tobias Schrod, der am Mittwoch wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen hatte, auf ihren Top-Torjäger verzichten: Christian Breunig weilte beim DFB-Pokal-Finale.
Trotz des deutlichen Polsters zeigte sich Forchheim hellwach. Göbhardt brachte den Jahn per Strafstoß in Führung (16.), kurios war dessen Entstehung. "Der Gästeverteidiger dachte, er wurde im Strafraum gefoult und nahm den Ball in die Hand", erklärte Hoffmann. Ähnlich wie drei Tage zuvor dauerte es bis zum zweiten Treffer nicht lange. David Mai musste auf Querpass des gestrigen Geburtstagskinds Adem Selmani nur noch den Fuß hinhalten (19.).
In der Folge schaltete der Landesligist einige Gänge zurück. Die Konzentration ließ defensiv wie offensiv nach, so dass die Hausherren zum Anschlusstreffer kamen. Niklas Kallina traf per Kopf (25.). Die Geschichte bis zum Schlusspfiff ist schnell erzählt. Forchheim vergab weitere Hochkaräter, lief aber nie Gefahr, die Partie abzuschenken. Haibach hielt tapfer dagegen, wenngleich der Glaube an das Wunder bereits nach 20 Minuten verpufft war.
Kurz vor Ende glich Patrick Farbmacher aus (83.). "Wir hätten sieben Tore schießen können, aber im Großen und Ganzen ist das Ergebnis o.k.", meinte der Jahn-Manager. "Bei den Hausherren hat man gemerkt, dass durch die Ausfälle und die schnellen Gegentore die Euphorie für ein Comeback nie da war." Für die SpVgg geht es am Mittwoch zu Hause gegen Erlenbach weiter. mho

SSV Jahn Regensburg II -
FSV Erlangen-Bruck 1:0
Vor dem Anpfiff gedachten die Teams des langjährigen FSV-Betreuers Wolfgang Held. Dann bemühte sich der Jahn, das Hinspielergebnis zu korrigieren, münzte seine Überlegenheit aber nicht in Tore um. Regensburg musste seinem Aufwand Tribut zollen, der eingewechselte Simon Drießlein machte in der 84. Minute das Duell mit dem SC Feucht perfekt. ffr