Horst Fuchs ist eine Institution, ein Unikum, ein Gastwirt alten Schlags, direkt, kundennah und volkstümlich. Morgen feiert der beliebte Waldauer 80. Geburtstag - ohne Gäste, wie es sich in Corona-Zeiten gehört.

"Trinkst nuch a Maul vull", ist so ein Ausspruch - oder "Ans gitt scho nuch". Zu einer wildfremden, älteren Dame, die zum ersten Mal bei ihm einkehrt, sagt er schon mal ganz salopp: "No Madla, hot's g'schmeckt, kummst widder ?"

Seit über 50 Jahren gibt es das Dorfwirtshaus Fuchs, in dem der gelernte Brauer und Mälzer das Sagen hat. Beim Schnupp in Altdrossenfeld absolvierte er seine Ausbildung und arbeitete dort über ein Jahrzehnt, ehe er sich selbstständig machte. Und das mit großen Erfolg, er kann auf einen festen Kundenstamm aus Bayreuth und Kulmbach und aus den beiden Landkreisen bauen.

Das Wild, das man bei ihm isst, kommt überwiegend aus der eigenen Jagd; die Fische, die er frisch aus dem Bassin holt und gleich schlachtet, sind aus seinen Teichen. Die gegrillte Wildsau und die saisonalen Schlachtschüsseln - die Schweine stammen aus seinem Stall - sind Markenzeichen. Bei Fuchs wird gut bürgerlich gekocht.

Er hat sich auch einen Namen als Schnapsbrenner gemacht, seine Destillate finden zahlreiche Liebhaber.

Horst Fuchs ist ebenso ein passionierter Jäger, seit einem knappen halben Jahrhundert der Jagdpächter des Reviers Waldau. Legendär die früheren Treibjagden auf Sauen, Rehe, Hasen, Rebhühner und Wildenten. Sie waren richtige Feste, nach dem Halali wurde bis Mitternacht gefeiert, der Alkohol floss in Strömen und das Jägerlatein blühte.

Helmut Erlmann, der 30 Jahre der Jagdpächter war, charakterisiert den Jubilar so: "In seiner menschlichen Art sorgte er stets für ein gutes Miteinander unter den Jagdgenossen, das Dorf mag ihn. Der Horst nimmt aber auch kein Blatt vor dem Mund, man kann ihm jedoch nicht böse sein".

Und zum Schluss noch ein Zitat des 80-Jährigen: "Ein Fuchs, der schläft nicht, der ruht sich nur aus."