Auf einer Länge von fast sechs Kilometern sollen in Zapfendorf, Lauf und Unterleiterbach in diesem und im kommenden Jahr die Haupttrinkwasserleitungen ausgetauscht werden. Manuel Kellner vom beauftragten Planungsbüro erläuterte dazu bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats die Details.

Die Bauleistungen wurden in vier Lose aufgeteilt (Zapfendorf Nord, Zapfendorf Süd, Lauf, Unterleiterbach), die Baufirmen können also für einzelne Abschnitte Angebote abgeben. Nach Prüfung der bis zum 9. Juli abgegebenen Angebote soll Mitte Juli dann die Auftragsvergabe erfolgen, so dass von August 2020 bis Oktober 2021 die Arbeiten stattfinden können. Vor Beginn und während der Bauausführung sollen auch mit den Anliegern der jeweils betroffenen Straßenzüge Besprechungstermine vor Ort stattfinden, damit die Einschränkungen besprochen werden können. Beispielsweise wird es dabei um die Zufahrt zu den Grundstücken gehen.

Instandsetzung des Festplatzes

Im Norden von Zapfendorf laufen seit einigen Monaten die Bauarbeiten für das Kunstrasenspielfeld. Parallel zu den Arbeiten am Sportplatz wurde von der Gemeindeverwaltung ein Angebot für die Instandsetzung des Festplatzes mit der zugehörigen Auffahrt und Parkflächen eingeholt, Kosten: 23 000 Euro. Zwischen dem neuen Spielfeld und dem Kreisverkehr im Norden hat die Baufirma allerdings eine verdichtete Fläche mit Feinplanie erstellt, nicht wie im Leistungsverzeichnis beauftragt mit Rohplanie. Die Baumaßnahme war bei einem Ortstermin dennoch für gut befunden worden. Nun stellte sich für die Gemeinderäte die Frage, ob der vorgesehene zweite Teilbauabschnitt mit der Herstellung von gepflasterten Kfz-Stellplätzen mit Bäumen und Eingrünung (Kostenberechnung der Architekten: 430 000 Euro) tatsächlich hergestellt werden soll oder ob Schotterflächen für den Parkbereich ausreichend und die Randbereiche mit Rasenansaat ebenfalls möglich wären (Kosten: circa 80 000 Euro). Einstimmig entschied sich der Gemeinderat, diese Alternative umzusetzen.

Augustin neue Jugendbeauftragte

Nachdem in der konstituierenden Sitzung der Posten des Jugendbeauftragten unbesetzt geblieben war, schlug Gemeinderätin Mona Bahr (Zukunft Zapfendorf, ZuZ) Rabea Augustin (keine Gemeinderätin) vor, als Stellvertreterin könnte Gemeinderätin Stefanie Fischer (ZuZ) agieren, um eine Verbindung zum Gremium herzustellen. Diese Vorschläge fanden einmütige Zustimmung. Als stellvertretende Senioren- und Behindertenbeauftragte wurde Kirstin Hoh bestimmt, Klara Ott war bereits in der konstituierenden Sitzung zur Senioren- und Behindertenbeauftragten gewählt worden.

Genehmigt wurden vom Gemeinderat die Biogas Oberleiterbach GmbH betreffende Maßnahmen. So soll die Drosselung des bestehenden Blockheizkraftwerkes aufgehoben, ein neues Blockheizkraftwerk ins bestehende Gebäude eingebaut und das Substrat angepasst werden. Die Leistung übersteigt damit ein Megawatt, weshalb eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung notwendig wird. Die Stellungnahme der Gemeinde dazu hatte bereits am 19. März der damalige Zweite Bürgermeister Andreas Schonath abgegeben, da aufgrund der Corona-Pandemie eine Behandlung in der gesetzten zeitlichen Frist im Gemeinderat nicht möglich gewesen wäre. Diese Stellungnahme wurde nun nachträglich einstimmig abgesegnet.

Ebenfalls einstimmig billigte das Gremium den Wunsch der Feuerwehr Zapfendorf, einen weiteren stellvertretenden Kommandanten zuzulassen. Somit hat die Feuerwehr mit dem am 25. März gewählten Kommandanten Benedikt Kannheiser nun einen stellvertretenden Kommandanten. Dieses Amt übernimmt Manuel Ries.

Bürgermeister Michael Senger informierte den Gemeinderat darüber, dass ein Gespräch zwischen Schulleitung und VHS-Außenstellenleiterin stattgefunden habe, bei dem es um die Nutzung der Schulräume außerhalb der Unterrichtszeiten gegangen sei. Die VHS Bamberg-Land darf künftig jeweils ab 16 Uhr und samstags ein Klassenzimmer, die Schulküche und den Werkraum nutzen.

Auf Nachfrage der Rätinnen Mona Bahr und Stefanie Fischer zur Möglichkeit, die Schulturnhallen für den Breitensport zu öffnen, sagte Senger zu, dass die Öffnung unter Einhaltung eines Hygieneplanes nach Absprache mit dem Hausmeister und den Vereinen ermöglicht werde. Die neue Schulturnhalle soll bestuhlt bleiben, da sie für die Gremiumssitzungen benötigt wird.