Bei der Jahresabschlussfeier berichtete Geschäftsführer Hans Püls von ereignisreichen Jubiläums-Geschäftsjahr, das von der 500-Jahre-Reinheitsgebotsfeier geprägt und das von vielen regionalen und überregionalen Aktionen begleitet wurde. Er nutzte die Gelegenheit, um einige treue Mitarbeiter für ihre 25-jährige und 40-jährige Treue zur Weismainer Püls-Bräu zu ehren. Gleichzeitig verabschiedete er vier "Urgesteine" in den Ruhestand.
Die Craft-Bier-Szene habe für Aufsehen gesorgt, so Püls, wobei wenige der Verbraucher wüssten, was der Begriff bedeute. Als Craft-Biere bezeichnet man handwerklich gebraute Biere. Dies treffe, so Püls, seit 1798 auch auf die Weismainer Brauerei zu - demzufolge seien "alle unsere Biere demzufolge Craft- Biere". Beim Meininger Craft Bier Award bekam der "Kellertrunk" aus dem Hause Püls eine Goldmedaille.
Bereits in der sechsten Generation behaupte sich das inhabergeführte Unternehmen am Markt und verfolge eine konsequente Firmenpolitik nach Qualität, Regionalität und Umweltschutz, so Püls weiter.
Eine ganz besondere Ehre wurde der Brauerei im vergangenen Jahr zuteil: Der bayerische Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner, zeichnete die Biere der Püls-Bräu mit sieben Medaillen der Deutschen-Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) aus. Das Weismainer Mineralwasser erhielt erneut Gold, freute sich der Geschäftsführer.


Mehr Wasser, weniger Bier

Das Plus beim Absatz vom Mineralwasser bedeutet allerdings einen Rückgang beim Absatz von Bier und alkoholfreien Getränken. Ebenso habe sich auch das Konsumverhalten der Verbraucher verändert. Püls betonte, dass die Auszeichnungen der Beweis und die Wertschätzung für die Schaffenskraft aller Mitarbeiter seien. Er würdigte in diesem Zusammenhang die Arbeitsmoral der gesamten Belegschaft.
Püls gab einen Überblick über die 2016 getätigten Investitionen: Eine neue Halle wurde gebaut, die Abfüllanlage erneuert und der Fuhrpark erweitert. Allerdings blicke er etwas sorgenvoll in die Zukunft mit Blick auf das zunehmende Wirtshaussterben.


Sorge um Gaststätten

Das fehlende Personal, die immer strenger werdenden Vorschriften sowie der bürokratische Aufwand, der von den Gastwirten bewältigt werden muss, schrecke viele künftige Wirte ab. Püls nahm auch die Verbraucher in die Plicht: Der Gast müsse einfach öfter Gaststätten besuchen. "Bedenklich" nannte Püls auch die Entwicklung der Bierpreise: Seit Jahren schluckten die Brauereien die Kosten- und Lohnerhöhungen alleine. Abschließend bedankte sich Hans Püls im Namen der gesamten Familie noch einmal ausdrücklich für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr. Bei elf Mitarbeitern, die ihr 25-jähriges Dienstjubiläum feierten, bedankte sich der Brauereichef für "stets hervorragende Zusammenarbeit".
Gerd Münch, Siegfried Ultsch, Manfred Freitag, Uwe Braunersreuther, Waldemar Brojacz sowie Miroslaw Kuchciak, Martin Herold, Werner Schneider, Ottmar Geißler, Horst Knorr und Jürgen Müller, Reinhold Graßmann feierten ihr 40-jähriges Arbeitsjubiläum. Alle Ausgezeichneten erhielten eine IHK-Ehrenurkunde. elu