Bei der letzten Sitzung des Hallerndorfer Gemeinderates vor der Kommunalwahl referierte Allianzmanager Niklas Rhein über die in der Allianz ausgearbeiteten Maßnahmen. Werden beispielsweise Ausgleichsflächen in größeren Zusammenhängen ausgewiesen, auch über die kommunalen Grenzen hinweg, ergibt sich ein größeres Potenzial für Biotope. Außerdem ließen sich größere Flächen einfacher pflegen, erklärte Rhein das Kompensationsmanagement, für das noch ein Ökoflächenkataster erstellt werden soll.

Ausgleichsmaßnahmen könnten bereits vor geplanten Baumaßnahmen beschlossen werden und für eine ökologische Verzinsung sorgen. Die Allianz entschied sich für die Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Team 4. Die für die kommenden zwei Jahre zu erwartenden Kosten von 35 000 Euro werden mit 70 Prozent gefördert, rechnet Rhein vor. Die verbleibenden 8000 Euro könne die Allianz aus eigenen Mitteln aufbringen.

Außerdem informierte Rhein über ein neues Förderprogramm des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE). Dieses will die Allianzen mit einem Regionalbudget ausstatten: 90 000 Euro sollen durch das ALE, 10 000 Euro aus Eigenmitteln der Allianz stammen. Mit den insgesamt 100 000 Euro können Kleinprojekte in den Kommunen gefördert werden. Ein Förderprogramm zur Bekämpfung von Leerständen in den Ortskernen soll Sanierungsmaßnahmen unterstützen, erklärte Rhein.

5000 Euro für Kirchenstiftung

Einstimmig winkten die Gemeinderäte die beiden eingereichten Bauanträge durch und gewährten der Katholischen Kirchenstiftung Schlammersdorf einen Zuschuss in Höhe von 3000 Euro für die Renovierungs- und Erneuerungsarbeiten der Pfarrkirche Kreuzerhöhung in Schlammersdorf.

Mit der Entsorgungslogistik bei der Sanierung der Grund- und Mittelschule Hallerndorf beauftragte das Gremium die Firma Hermann Korn aus Hirschaid zum Preis von 21 116 Euro, außerdem gab es weitere 10 000 Euro für die Entsorgung im Müllheizkraft Bamberg frei.

Für den Neubau des Kindergartens Trailsdorf wurden die Planungsleistungen Bauphysik in Höhe von 5965 Euro an das Ingenieurbüro Federlein aus Salz bei Neustadt an der Saale vergeben. Die Rohbauarbeiten wird die Firma Mickan General-Bau-Gesellschaft aus Amberg für 994 070 Euro übernehmen und die Installation der Sanitäranlagen die Firma Haustechnik Müller aus Hallerndorf für 117 547 Euro. Das Hallerndorfer Unternehmen wird auch die Elektrotechnik für 259 830 Euro im Kindergarten einbauen. Die Dämmarbeiten vergaben die Gemeinderäte an die Firma Isoliermontage K+S aus Röthlein für 17 639 Euro. Die Ausschreibung der Heiztechnik wurde aufgehoben, diese soll neu ausgeschrieben werden.

Der mit der Dorferneuerung Pautzfeld beauftragte Architekt Jürgen Schönfelder erläuterte ausführlich die Kostenentwicklung bei der Sanierung von Dorfscheune mit Vorplatz, Backofen und Brunnen. Über die Mehrkosten waren die Gemeinderäte nicht erfreut, Thomas Bauer (WG Pautzfeld) warf dem Architekten vor, dass die Baustelle als solche stümperhaft und dilettantisch sei: "Das haben die Pautzfelder genau beobachtet!"

Kritik an der Bausumme

Der ursprüngliche Förderantrag hatte sich auf 253 000 Euro belaufen, inzwischen erkannte das ALE von den inzwischen 367 000 Euro insgesamt 339 000 Euro als förderfähige Kosten an. Bei einer 65-prozentigen Förderung werden daher insgesamt 220 610 Euro an Fördergeldern gezahlt.

Sebastian Schwarzmann (WG Trailsdorf) schüttelte ob der Höhe der Bausumme mit dem Kopf und fand 367 000 Euro für einen solchen Schuppen einfach zu viel Geld: "Damit baue ich ein ganzes Einfamilienhaus!"

Bürgermeister Torsten Gunselmann wies darauf hin, dass die Maßnahme nicht nur die Scheune, sondern auch Backofen, Vorplatz und Brunnen enthalte. Die Nachträge für die einzelnen Gewerke müssten auch noch abschließend im Gemeinderat behandelt werden.