Der Verein "Freunde und Förderer der Himmelkroner Heime" feiert morgen sein 30-jähriges Bestehen. Das Gründungsmotto "Wir wollen helfen, wo es keine andere Hilfe gibt" hat auch heute noch Bestand. Stolze 870 000 Euro hat der Verein bereits für die Himmelkroner Heime zusammengetragen. Außergewöhnlich für einen Zusammenschluss, der sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert.

Ergänzend zum Verein wurde 2008 die "Himmelkroner Heime Stiftung" gegründet, deren Zweck die langfristige Förderung und Unterstützung von Menschen mit Behinderung ist.

Morgen wird gefeiert

Die Schirmherrschaft für das Jubiläum hat Rektor Mathias Hartmann in seiner Eigenschaft als Vorstandsvorsitzender der Diakonie Neuendettelsau übernommen.

Die Jubiläumsfeier beginnt um 16.30 Uhr in der Autobahnkirche mit einem festlichen Konzert des Damenorchesters "Cappuccino". Ab 18 Uhr ist in der Begegnungsstätte ein offizieller Teil geplant, ehe es zum gemütlichen Beisammensein übergeht.

Was gibt es Schöneres, als anderen Menschen zu helfen? Mit dieser Frage sehen sich die Mitglieder des Förderkreises immer wieder konfrontiert. "Wir konnten immer wieder Mitstreiter, Gönner und Sponsoren finden und dadurch sehr viele Projekte für die Bewohner der Himmelkroner Heime umsetzen", so Vorsitzende Pia Aßmann. Man unterstütze zum Beispiel Therapiemaßnahmen durch den Kauf entsprechender Geräte, gewähre Zuschüsse für Freizeitmaßnahmen und organisiere Veranstaltungen.

Erich Popp ist es im Wesentlichen zu verdanken, dass der Verein vor 30 Jahren ins Leben gerufen wurde. Der frühere Berufschullehrer war in all den Jahren immer wieder Ideengeber und unermüdlicher Antriebsmotor für viele Aktivitäten. "Für uns war klar, dass wir für die Bewohner etwas tun sollten", erinnert er sich an die Gründungszeit. Als die Idee einer Stiftung mangels Masse verworfen werden musste, habe man am 10. Juli 1988, dem "Tag der Freude", beschlossen, den Verein zu gründen. Die 15 Gründungsmitglieder ahnten wohl nicht, welche Erfolgsstory sich daraus entwickeln würde.

Für seine Verdienste wurde Erich Popp 2016 mit der Löhe-Medaille der Diakonie Neuendettelsau ausgezeichnet, aber auch die Gemeinde Himmelkron würdigte das segensreiche Wirken des Gründungsvorsitzenden mit der Verleihung der Bürgermedaille. Popp wurde nicht müde, immer wieder um Fördergelder zu "betteln", auch bei Prominenten wie Franz Beckenbauer oder Uli Hoeneß. "Ich habe überall Geld bekommen, am meisten von der Antenne-Bayern-Stiftung."

Seit nahezu zwei Jahren steht jetzt Pia Aßmann an der Spitze des Vereins. "Unser Ziel ist es, den Bewohnern außerhalb der Gruppe die Möglichkeit zu geben, etwas zu unternehmen", sagt sie. Morgen sei auch ein Tag, einmal ganz herzlich Dank zu sagen für all die Unterstützung, so die Vorsitzende. Rei.