Die Hauptblütezeit des Aromagartens der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg liegt im frühen Sommer. Zu dieser Zeit stehen das Lavendelfeld, der Salbeihang und der Thymianrasen in voller Blüte und tauchen den Garten in ein Meer aus Wohlgerüchen. Das schreibt Katrin Simon vom Botanischen Garten der Universität Erlangen-Nürnberg in einer Pressemitteilung.
Besonders an heißen Tagen liegt das Aroma der großflächig angepflanzten Kräuter in der Luft und lädt Besucher dazu ein,
den Duft der einzelnen Pflanzen durch das Zerreiben eines Blattes intensiver wahrzunehmen. Dabei entdecken viele Besucher eine große Vielfalt des Geruches innerhalb einer Pflanzenfamilie. So finden sich beispielsweise nahe dem Eingang zum Aromagarten viele unterschiedliche Thymianarten, deren Duft und Aroma von zitronenartig frisch über konzentriert würzig bis blumig rosenähnlich variieren.
Dies hängt damit zusammen, dass bereits geringfügige Änderungen der pflanzlichen Erbmasse beträchtliche Abweichungen in der Zusammensetzung des ätherischen Öls der betreffenden Pflanze zur Folge haben können. Interessant ist auch, wie subjektiv und von eigenen Erfahrungen und Erinnerungen geprägt Gerüche wahrgenommen werden.
Besonders im hinteren Teil des Gartens wachsen Pflanzen wie Katzenminze und Baldrian, deren ätherisches Öl eine eher abstoßende Wirkung hat und die dementsprechend auch als "stinkend" bezeichnet werden. Für diese Pflanzen ist ihr unangenehmer Geruch oft ein zielgenau entwickelter Schutzmechanismus, da sich viele Kräuter auf diese Art und Weise vor Fressfeinden schützen oder gefährliche Bakterien und Pilze durch die in ihnen enthaltenen ätherischen Öle von sich fernhalten.


Badesalz selbst herstellen

Am Aromagartenfest am Mittwoch, 21. Juni, kann man bei mehreren Führungen die einzelnen Aromapflanzen und ihre individuellen Gerüche kennenlernen. Auf der Suche nach dem eigenen Lieblingsgeruch kann man den schmalen Pfaden folgen und der Musik des Duos "ABsolut eigenartig" lauschen, die sich in sanften Klängen über den Garten verteilt. In der Duftwerkstatt von Diana Härpfer kann man kleine Duftkissen, Badesalz oder Lavendelsalbe selbst herstellen. Wer Badesalz herstellen möchte, sollte bitte ein leeres Marmeladenglas mitbringen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. red