Salesianerpater Hermann Schulz bringt Menschen in aller Welt zusammen, die sich gemeinsam für eine bessere Zukunft von jungen Menschen in seinen beiden Projekten in Ruanda und Litauen einsetzen. Bald sind es 40 Jahre, die er in Ruanda wirkt. Jetzt war er wieder einmal zu Besuch bei Freunden in Weißenbrunn. Am 7. Dezember fliegt er wieder nach Afrika, wo er bis März bleiben wird. Auch in Litauen entwickelt sich das Jugendprojekt weiter, erzählte der Salesianerpater bei einem Treffen der Weißenbrunner Litauenfreunde. "Ich danke euch allen, dass ihr gekommen seid und uns schon so viele Jahre unterstützt", bedankte sich Pater Hermann Schulz.


Patenschaften für 700 Kinder

"Das Jugend- und Waisendorf sowie die Oberschule in Ruanda entwickeln sich sehr zu meiner Freude", berichtete er. "Die Schule ist digitalisiert und damit eine sehr moderne, zukunftsgerichtete Einrichtung. Die Ausbildungsgänge Bauwesen und Informatik sind sehr erfolgreich und gefragt. Dazu bilden wir erfolgreich im Bereich Gastronomie aus." Dazu laufe die normale Oberschule sehr gut. In diesem Jahr seien amerikanische Freunde dazugekommen, die sich enorm einbringen würden. In Italien habe er sie bei einem gemeinsamen Freund kennengelernt. Ein amerikanischer Chemieingenieur mit eigener Firma und dessen Sohn würden die Arbeit im ruandischen Jugendprojekt unterstützen. Diese sorgen beispielsweise dafür, dass in der Oberschule ein exzellentes Englisch gelernt werde, indem sie einen amerikanischen Lehrer für eineinhalb Jahre finanzierten. Und: "Ein zweiter Amerikaner wird in Kürze eintreffen, der bei der Freizeitgestaltung mitwirkt und auch da die englischen Sprachkenntnisse vertiefen wird. Dazu wurden 40 nagelneue Computer angeschafft, die herausragende Möglichkeiten für die digitale Bildung schaffen. Dies wird auch mit zur Unterstützung des Fremdsprachenlernens genutzt. Die Oberschule ist so eine der modernsten im ganzen Land. "
Mittlerweile werden 700 Kinder im Umfeld durch "Patenschaften auf Distanz" unterstützt und in der schulischen und beruflichen Ausbildung gefördert. Vor allem in Deutschland und in Italien gebe es Förderer. "Dies hat eine riesige Wirkung", erklärt Pater Schulz. Einer großen Zahl junger Menschen werde auf diese Weise zu einem guten Start in ein selbstbestimmtes Leben verholfen.


370 Euro

Im Jugenddorf engagierten sich auch etliche Nonnen und Pater. "Wir backen auch unser eigenes Brot." Dieses wird - natürlich zu einem äußerst günstigen Preis - im Umkreis verkauft. Die Brüder haben einen Ofen für keramische Produkte gebaut, die sie gemeinsam mit den Jugendlichen herstellen und im Umkreis anböten. Zum Jugenddorf gehört mittlerweile auch ein Gästehaus mit Gastronomie. Dies bringe mittlerweile gute Einnahmen, was zur Finanzierung der Anlage beiträgt. "Ich freue mich, weil ich nach fast 40 Jahren in Ruanda sehe, dass meine Zeit hier nicht umsonst war", so Schulz.
Wenn er wieder nach Ruanda kommt, werde er sich auf die auch ohne ihn stattfindende positive Entwicklung freuen können. Seitens der Litauenfreunde Weißenbrunn überreichte Franz Schuberth dem Salesianerpater 370 Euro aus dem Erlös, den die Litauenfreunde durch die Bewirtschaftung beim Gastspiel der Hofer Symphoniker in Weißenbrunn erwirtschafteten. Das Geld kommt dem litauischen Jugendprojekt zugute. rg