Dem 18,5-Millionen-Euro-Haushalt der Stadt Hollfeld - 9,5 Millionen im Verwaltungshaushalt und neun Millionen im Vermögenshaushalt - hat der Stadtrat einstimmig zugestimmt. Die Haupteinnahmen sind 6,4 Millionen Euro, die sich aus Grundsteuer, Gewerbesteuer (1,1 Millionen Euro), Einkommensteueranteil (2,5 Millionen) und Schlüsselzuweisungen (1,8 Millionen Euro) zusammensetzen.
Dem stehen die Kreisumlage mit 1,5 Millionen Euro, Ausgaben für Personal mit 1,7 Millionen und die Umlage zur Verwaltungsgemeinschaft mit 875 000 Euro gegenüber.
Erstmals nach fast drei Jahren kann ein Betrag von 465 000 Euro dem Vermögenshaushalt aus dem Verwaltungshaushalt zugeführt werden. Dies hängt auch damit zusammen, das in diesem Jahr bei der Kreisumlage rund 175 000 Euro weniger abgeführt werden müssen. Weitere Ausgaben, die den Haushalt belasten, sind die Musikschule mit 62 700 Euro, verschiedene Veranstaltung der Stadt Hollfeld mit 24 800 Euro, die Kindergärten mit 1,1 Millionen Euro, das Freibad mit 158 000 Euro, der Friedhof mit rund 20 000 Euro, die Abwasserbeseitigung mit 41 000 Euro, die Stadtwerke mit 210 000 Euro und der Körperschaftswald mit 74 300 Euro.


Gewerbegebiet Nord

Für das Gewerbegebiet Nord fallen von den vier Millionen Euro Erschließungskosten in diesem Jahr 3,1 Millionen Euro an. Weiterhin ist in diesem Jahr der Neubau der Brücke in Welkendorf vorgesehen. Hier fallen Kosten von 790 000 Euro an, wovon die Stadt Hollfeld einen Eigenanteil von 130 000 Euro erbringen muss.
Bezüglich des Baugebietes in Weiher sind in diesem Jahr die Planungskosten angesetzt; Für 2019 ist eine Verpflichtungsermächtigung mit 470 000 Euro vorgesehen. Mit der Durchführung der geplanten Maßnahmen 2018 wird zum Ende des Jahres die Verschuldung auf 13,6 Millionen Euro angewachsen sein. Dies bedeutet eine Pro-Kopf-Verschuldung von 2683 Euro.
Um die Attraktivität der Stadt Hollfeld für junge Familien zu erhalten, mahnt Kämmerer Mathias Nogly, bei den künftigen Planungen die Effektivität und Prioritäten richtig zu setzen, die sparsame Haushaltsführung fortzusetzen und weiterhin konsequent Schulden abbauen.
Für die CSU gab Harald Linß die Stellungnahme ab. Er stellte heraus, das im vergangenen Jahr mit 1000-Jahr-Feier, Breitbandausbau, Kanalanschluss und Beginn der Erschließung des Gewerbegebietes viel erreicht worden sei. Weiterhin sei der Schulstandort Hollfeld in Zukunft zu sichern. "Aufgrund des Schuldenstandes sind jedoch neue Investitionen genau zu überlegen", sagte Linß. Für die Zukunft dürfe die Baulanderschließung und die Sanierung der Langgasse mit Spital nicht aus den Augen verloren werden.
Thomas Appel (Heimatliste und Grüne ) regte an, dass trotz der hohen Verschuldung weitere Investitionen getätigt werden müssten. Baugebiet Weiher, Innenstadt-Belebung und Beseitigung der Leerstände seien Aufgaben, die in den kommenden Jahren bewältigt werden müssten. Erfreulich sei bei diesem Haushalt, dass nach über drei Jahren eine Zuführung erreicht werden konnte. Von Privatisierungsgedanken bei Friedhof, Wald oder Freibad riet Thomas Appel ab. "Schwimmbad und Musikschule müssen erhalten werden und die Ortsverschönerung muss gepflegt werden", forderte Appel. Rudi Arnold (Wahlgemeinschaft Hollfeld-Land), appellierte an eine Weiterentwicklung der Stadt Hollfeld. Er nannte die Erschließung des Baugebietes Weiher. Bezüglich der ständigen Diskussionen um die Leistungen des Bauhofes stellte Arnold fest: "Wenn die Arbeiter des Bauhofes gut ausgestattet sind, dann kommt auch eine entsprechende Leistung zurück."
Hartmut Stern (Bürgerforum) wünschte sich bezüglich des Baugebietes Weiher sich, dass die Planungen so weit vorangetrieben werden, dass man im Herbst die Ausschreibungen vornimmt und 2019 mit der Erschließung des Gebietes und dem Verkauf der Grundstücke beginnen kann. Es sei darauf zu achten, dass, wenn beim Spitalgebäude begonnen werde, nicht die gleichen Fehler wie beim alten Rathaus gemacht würden: Die Kostenansätze müssten stimmen und die Zuschüsse entsprechend beantragt werden.