Frieden bedeutet mehr als kein Krieg, meinte Bürgermeister Gerald Brehm (JL) bei der Feierstunde auf dem Höchstadter Heldenfriedhof anlässlich des diesjährigen Volkstrauertages. Zu den Klängen der Stadtkapelle unter der Leitung von Georg Römer zogen die Vereine mit ihren Fahnenabordnungen von der Stadtpfarrkirche zum Heldenfriedhof.

Brehm geißelte in seiner Ansprache jegliche Form des Unfriedens. Als Beispiele zählte er für ein Land, das vor 80 Jahren einen Krieg begonnen hat und seit 1945 äußeren Frieden erfährt, den Umgang der Menschen im Internet, den neu wahrnehmbaren Antisemitismus in Teilen der Gesellschaft und die Partnerschaft Deutschlands mit der Türkei im Militärbündnis der Nato auf. Dies alles sorge für Unfrieden.

Der Bürgermeister zeigte sich erfreut, dass mit Irina Gerschmann und Christian Plätzer zwei Höchstadter Bürger den Wiederaufbau der Mühlhausener Synagoge maßgeblich begleiten. Brehm betonte auch, dass persönlicher Hass und Zwietracht in der Kommunalpolitik keinen Raum einnehmen dürfen, zumal es gerade auf dieser politischen Ebene in erster Linie um das Gemeinwohl geht und nicht um Selbstdarstellung. Auch die Zukunft des Heldenfriedhofes sprach Brehm an. Mit dem Eigentümer, der katholischen Kirche, mit Stadtarchivar Christian Plätzer und dem Heimatverein werde es ein zukunftsfähiges Konzept geben. Gemeinsam mit den beiden Geistlichen Fritz Schäfer und Kilian Kemmer legte Gerald Brehm, der von seinem Stellvertreter Günther Schulz (SPD) begleitet wurde, vor dem großen Friedensengel ein Kranzgebinde nieder. LM