Das Hauptzollamt Nürnberg stellte über 200.000 geschmuggelte Zigaretten auf der A3 sicher. Damit konnte ein fünfstelliger Steuerschaden verhindert werden.
Über 200.000 Schmuggelzigaretten hat eine Kontrolleinheit des Hauptzollamts Nürnberg Ende März 2026 auf der A3 bei Neumarkt aus dem Verkehr gezogen. Die Fahrzeuginsassen - eine dreiköpfige Familie - waren auf dem Weg von Rumänien nach Großbritannien. Auf die Frage nach anmeldepflichtigen Waren, wie Zigaretten oder Alkohol, gab der 43-jährige Fahrer zunächst nur sechs Flaschen Wein an.
Die Kontrollbeamten wunderten sich über die Beladung des Fahrzeugs: Neben Reisekoffern und Sperrmüll transportierte der Mann mehrere große Kartons im Laderaum. Erst nachdem sie ihn aufforderten, eine separat errichtete Kontrollstelle anzufahren, gestand der Mann, dass sich in den Kartons Zigaretten befänden.
"Richtwerte um das 250-fache überschritten": Mann schmuggelt 200.000 Zigaretten
Die Zöllner stellten daraufhin über 200.000 Zigaretten mit rumänischer Steuerbanderole im Fahrzeug fest. "Zwar kann man als Privatperson aus Mitgliedstaaten grundsätzlich für den Eigenbedarf Zigaretten steuerfrei nach Deutschland mitbringen, bei dieser Menge werden die Richtwerte, bei denen man noch von einem privaten Verbrauch ausgehen kann, aber um das 250-Fache überschritten", so Lara Hutzler, stellvertretende Pressesprecherin des Hauptzollamts Nürnberg.
"Der Mann scheint außerdem bereits Erfahrung mit Zigarettentransporten zu haben: Die Kollegen fanden im Fahrzeug mehrere sogenannte Mastercases im gefalteten Zustand. Dabei handelt es sich um spezielle Kartonverpackungen aus der Tabakindustrie, die jeweils 10.000 Zigaretten fassen können", so Hutzler weiter.
Durch den Aufgriff haben die Zöllner einen Steuerschaden von fast 40.000 Euro verhindert. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet und die Zigaretten sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen übernimmt das Zollfahndungsamt München - Dienstsitz Nürnberg.