Bernhard Panzer

Wenn Ministerpräsident Markus Söder vom Murmeltier-Effekt spricht, dann könnte das auch Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker tun, so wie sicherlich viele seiner Kollegen. Wie im Herbst 2020 bedroht die Corona-Pandemie auch in diesem Jahr die Veranstaltungs-Planungen für die kalte Jahreszeit. Erneut steigt die Inzidenz, diesmal sogar noch wesentlich höher, vor allem in Bayern. Mehrere Städte haben ihre Weihnachtsmärkte abgesagt, andere sind bereits am Aufbauen der Stände. Und was macht Herzogenaurach ?

„Wir bleiben bei unseren Planungen“, sagt Stadtmarketingchefin Judith Jochmann. Zumindest vorerst und vorsichtig. Denn man könne die Augen freilich nicht vor der aktuellen Entwicklung verschließen, die Dynamik sei in diesen Tagen sehr groß, sagt Jochmann. Und rechnet damit, dass es in der kommenden Woche von der Bayerischen Staatsregierung konkrete Informationen und eine offizielle Regelung geben wird.

Stadt ist gerüstet

Die Stadt wäre in der Lage, den Weihnachtsmarkt ebenso wie den Lebendigen Adventskalender coronakonform durchzuziehen, sagt die Organisatorin aus dem Rathaus. Maskenflicht, 2-G-Regel, Eingangskontrollen – all das wäre umsetzbar. Man habe ein Rahmenkonzept erstellt, das auch etwaige Verschärfungen beinhaltet.

Einen Zeitdruck hat die Stadt nicht. Der Weihnachtsmarkt findet erst am zweiten Adventswochenende statt, große Schausteller sind nicht dabei, die eine zeitnahe Info bräuchten. Mit den Teilnehmern stehe man in stetem Kontakt, es sind vor allem Herzogenauracher Vereine. Am 27. November soll dann die Bühne für den Lebendigen Adventskalender aufgebaut werden. Spätestens dann sollte eine Entscheidung getroffen sein.

Und wie war das im vergangenen Jahr? Da wurde die Absage beider Veranstaltungen bereits Mitte Oktober verkündet. An der Martinikirchweih wollte man damals zunächst festhalten, aber auch die wurde schließlich „geopfert“. Jetzt ist es bereits Mitte November, also ein Monat später. Und noch keimt vorsichtige Hoffnung. Die kalte Kerwa hat es ja immerhin gegeben.

Betroffen von der Absage im Oktober 2020 war auch bereits der Fasching im Februar 2021. Auch hier wird man warten müssen, ob es in Bälde eine offizielle Regelung für die öffentlichen Veranstaltungen geben wird.