Oberreichenbach  — Die Gemeinde Oberreichenbach will dem „demografischem Wandel gerecht werden“ und plant für die Ortsmitte eine Tagespflegeeinrichtung sowie mehrere barrierefreie und rollstuhlgerechte Wohneinheiten. Zusätzlich sollen ein Gemeindesaal und viel „Freiraum für Begegnungen“ entstehen.

All diese Ideen soll das Team von „Gumbrecht Architekten “ in die Tat umsetzen. Die Vorstellung des Plangutachtens übernahm Petra Elfriede Montanaro in der Gemeinderatssitzung. Da die Architektin nicht persönlich anwesend sein konnte, schaltete sie Bürgermeister Klaus Hacker (FWG) kurzerhand per Videoanruf dazu.

Viel Wert legt die Gemeinde auf die Einbeziehung der Kirche, des historischen Gasthofs und des Baudenkmals im Ortskern. Auch der Eichenbach soll in die Planung mit einbezogen werden. 20 Tagespflegeplätze sind in einem L-förmigen Gebäude neben der Kirche geplant, man wolle hier einen Innenhof für Begegnungen schaffen.

Entlang der Hauptstraße wird eine Hol- und Bring-Zone entstehen, der Bürgersaal für bis zu 80 Personen soll rechts von der Tagespflegeeinrichtung entstehen. Hier sind ein großes Foyer und eine Küche geplant sowie von außen wie von innen zugängliche Toiletten und Garderoben. So können diese bei Veranstaltungen auf dem Dorfplatz und rund um den neuen Gemeindesaal ebenso genutzt werden.

Drei Mehrfamilienhäuser

Des Weiteren plant die Gemeinde drei Mehrfamilienhäuser in der Ortsmitte: Zwei zweistöckige Häuser mit je drei Wohneinheiten und ein dreistöckiges Mehrfamilienhaus mit zwei Wohnungen pro Etage sollen insgesamt 18 barrierefreie Wohneinheiten schaffen. Alle Wohnungen sollen entweder einen Garten oder einen Balkon bieten können.

Um die Ortsmitte nach den Vorstellungen der Gemeinde umbauen zu können, müssen vermutlich ein alter Bauernhof und eine Scheune weichen. Dementsprechend verhängte der Gemeinderat nun eine Veränderungssperre für das entsprechende Gebiet, gegen welche die drei Räte Bernd Liebezeit ( CSU ), Reinhard Geyer ( CSU ) und Jörg Kaltenhäuser (FWG) stimmten. Geyer und Kaltenhäuser stimmten ebenso als einzige gegen den Bebauungsplan „Ortsmitte“.