Ein bedeutendes Kapitel für die Evangelische Kirchengemeinde Herzogenaurach geht zu Ende: Der 2016 gegründete Orgelbauverein hat seine Tätigkeit erfolgreich abgeschlossen und übergab das verbleibende Guthaben von rund 39.000 Euro an die Kirchengemeinde.
Der Satzungszweck des Vereins war mit der Einweihung der Waltershausen-Orgel erfüllt, weshalb die Mitgliederversammlung die Auflösung des Vereins beschlossen hatte. Der Orgelbauverein hat mit vielen kleinen und größeren Spendenaktionen insgesamt 164.000 Euro für die Orgel gesammelt.
Ziel des im Dezember 2016 gegründeten Vereins war es, die Anschaffung einer neuen, dem erweiterten Kirchenraum angepassten Orgel zu ermöglichen. Neben der Sensibilisierung für die Notwendigkeit eines neuen Instruments lag der Fokus insbesondere auf dem Einwerben von Spendengeldern. Zeitweise unterstützten bis zu 60 Mitglieder das Projekt.
Trotz Einschränkungen während der Corona-Pandemie gelang es dem Verein, durch vielfältige Aktionen – darunter Benefizkonzerte , Weihnachtspakete, die „Lebendige Orgel“, eigenes Orgelbier sowie Orgelpatenschaften – kontinuierlich Spenden zu generieren. Insgesamt konnten so rund 165.000 Euro bereitgestellt werden.
Nach der Entscheidung für den Orgelbauer aus Waltershausen begleitete der Verein den Bauprozess aktiv mit, etwa durch Exkursionen in die Werkstatt, Führungen vor Ort sowie die Herausgabe einer Festschrift zur Einweihung. Diese fand zum Erntedankfest 2022 statt – früher als ursprünglich geplant.
„Ich freue mich sehr, dass die Evangelische Kirchengemeinde Herzogenaurach diese neue Orgel mit so viel Engagement angeschafft hat. Die Orgel ist ein wahres Schmuckstück und bereichert unsere Gottesdienste und Konzerte“, sagte Pfarrerin Elke Dollinger.
Sven Pastowski dankte im Namen des ehemaligen Vorstands allen Mitgliedern, Spenderinnen und Spendern sowie Unterstützenden für ihr großes Engagement: „Wir freuen uns unglaublich über diese wunderbare Orgel. Was wir hier als Verein erreicht haben, zeigt, was durch unseren gemeinsamen Einsatz möglich ist. Darauf dürfen wir als Gemeinde richtig stolz sein.“