Die Zustellstützpunkte der Deutschen Post in Hemhofen, Höchstadt und einem Teil von Neustadt sind nun am Gewerbering 7 in Höchstadt vereint. Die neuen Räume wurden im Beisein des Höchstadter Bürgermeisters Gerald Brehm ihrer Bestimmung übergeben.

Abteilungsleiter Auslieferung Brief der Deutschen Post in Nürnberg, Sascha Weigl, erklärt in einer Pressemitteilung: „Unser neues Gebäude entspricht den aktuellen Nachhaltigkeitsstandards und erfüllt alle Anforderungen, die für eine zuverlässige, klimafreundliche Zustellung der uns anvertrauten Sendungen Grundvoraussetzung sind.“

Rechts geht’s raus

Die Betriebsleiterin für den Bereich Erlangen und Umgebung der Deutschen Post in Nürnberg, Monika Hohner, ergänzte: „Ein Highlight an diesem Standort ist unser neuer Fahrzeugtyp Gigabox. Dieser ist ein Rechtslenker. Das bedeutet, unsere Zustellerinnen und Zusteller steigen auf der Bordsteinseite ein und aus – ein Plus für die Arbeits- und Verkehrssicherheit.“

Im Gigaboxfahrzeug ist der Laderaum begehbar und mit Regalen für circa 160 Pakete ausgestattet. Aktuell sind zwei davon im Einsatz. Bis Ende des Jahres werden alle Bezirke mit E-Fahrzeugen ausgestattet.

Die neuen Räume und die Andockstation für Lastwagen sollen am Logistikstandort die großflächige Versorgung der Kundinnen und Kunden rund um Höchstadt mit Briefen, Päckchen und Paketen gewährleisten.

Zudem setzt die Deutsche Post nach eigenen Angaben bei Heizung und Beleuchtung auf Dunkelwärmestrahler mittels Gas und LED-gesteuerter Innenbeleuchtung. Der neue Standort versorgt die Postkunden in der Stadt Höchstadt , in Aisch, Gremsdorf, Vestenbergsgreuth, Lonnerstadt, Adelsdorf, Hemhofen, Heroldsbach und Röttenbach – das entspricht rund 20.000 Haushalten.

60 Zusteller

Derzeit sollen 60 voll- und teilzeitbeschäftigte Zustellerinnen und Zusteller dafür sorgen, dass wöchentlich rund 141.000 Briefe, Postkarten, Dialogpost, Päckchen und Pakete von Montag bis Samstag sicher zu ihren Empfängern kommen. Im Zuge der Fertigstellung der Ladeinfrastruktur wird die Deutsche Post auch in der Region um Höchstadt verstärkt Streetscooter einsetzen. Aktuell sind 20 Roller im Einsatz, bis zum Ende des Jahres werden 37 die Gegend um Höchstadt versorgen.

Die Elektrofahrzeuge werden über Nacht in den Zustellstützpunkten an den eigenen Ladesäulen aufgeladen. So sind sie einsatzbereit, wenn die Zusteller der Deutschen Post/DHL am frühen Morgen beginnen, die Briefe und Pakete lärmreduziert zuzustellen. Pro Streetccooter spare das Unternehmen rund vier Tonnen CO2 pro Jahr ein.

Die klimaneutrale Zustellung werde für alle Sendungen ausgebaut. Dies erfolge durch einen der mittlerweile 20.000 Elektrotransporter oder eines der 12.600 E-Trikes. So seien im letzten Jahr 63 Millionen Pakete über ein solches elektrisch angetriebenes Dreirad zugestellt worden. Bis 2025 soll die E-Flotte anwachsen auf dann 38.000 E-Nutzfahrzeuge.

Ablauf der Zustellung

In dem Zustellstützpunkt bereiten die Zusteller ihre Zustelltouren vor. Der größte Teil der Briefe, die morgens vom Briefzentrum in Nürnberg angeliefert werden, ist schon nach der Gangfolge der Zusteller sortiert. Nur geringe Mengen müssen noch im Zustellstützpunkt von Hand in die Reihenfolge gebracht werden, in der die Postboten die Straße entlang ihre Tour fahren. Auch die Päckchen und Pakete, die morgens mit mehreren Lastwagen vom Paketzentrum in Feucht kommen, müssen den Touren entsprechend in die Zustellfahrzeuge geladen werden, bevor die Postboten zu ihrer täglichen Runde aufbrechen. red