Nach zweijähriger Corona-Pause findet im Mai zum zwölften Mal das Festival „Münchauracher Klosterfrühling“ statt. Mit anspruchsvollen Programmgestaltungen, die Vergangenheit und Gegenwart stets in Beziehung setzen, hat es sich einen festen Platz im Konzertreigen der Region gesichert.

Ausgangspunkt für die Konzeption ist der aufwendig renovierte Raum der ehemaligen Klosterkirche mit seiner exemplarisch schönen Architektur und einer hohen Geschichtsträchtigkeit. Diese geschichtliche Dimension des Gebäudes und des darin gelebten Glaubens wird durch ein Repertoire „Alter und Neuer Musik“ deutlich gemacht und durch Einbindung zeitgenössischer Musik in die Gegenwart gebracht.

Drei Konzerte

Konkret finden jährlich drei circa einstündige Konzerte an aufeinanderfolgenden Sonntagen zwischen Ostern und Pfingsten statt. Ein Höhepunkt ist auch heuer die Vergabe des Kompositionsauftrages des Landkreises Erlangen-Höchstadt, diesmal an Klaus Jäckle.

Der Veranstalter um den musikalischen Leiter Gerald Fink freut sich, dass mit dem Rotary-Club Herzogenaurach und dem Landkreis Erlangen-Höchstadt wieder zwei Hauptsponsoren das Festival mittragen. Auch viele weitere Spender unterstützen diese Veranstaltungsreihe.

Die Konzerte (sonntags) beginnen jeweils um 17 Uhr. Eintrittskarten gibt es an der Abendkasse oder im Internet unter www.reservix.de. Der Vorverkauf erfolgt auch im Pfarramt Münchaurach und im Rathaus Aurachtal.

Das Gesamtprogramm

8. Mai: Hildegard von Bingen – Szenisches Konzert mit Musik und Tanz aus Mittelalter und Moderne. Zum Auftakt gibt die „Commedia Nova“ aus Berlin ein Gastspiel in der ehemaligen Klosterkirche.

Das Duo wurde 1999 von der deutschen Musikerin Gaby Bultmann und dem italienischen Schauspieler und Tänzer Daniele Ruzzier gegründet und realisiert seither zahlreiche interdisziplinäre Projekte im Bereich Musik, Tanz und Theater. In Münchaurach werden sie die große Frauengestalt Hildegard von Bingen in einem szenischen Konzert mit Musik und Tanz porträtieren. Klänge aus Mittelalter und Moderne sollen in dem suggestiven szenischen Spiel der Künstler den historischen geistlichen Raum der Klosterkirche in neuer Dimension lebendig machen.

15. Mai: Im Mai gibt es außerdem virtuose und poetische Gitarrenmusik von Tárrega, Sor und anderen mit Uraufführung des Kompositionsauftrages „Sternenzeit“ (Klaus Jäckle, Gitarre).

22. Mai: eine Klangreise englischer und deutscher Musik für Streichorchester, Kammerorchester „Klang-Lust“, Leitung Bernd Müller