Die Stadt möge herausfinden, ob und wo gegebenenfalls noch Flächen für die Nutzung von Photovoltaik zur Verfügung stehen. Das wünschte Johannes Kollinger vom Agenda-Arbeitskreis Energie, der zur letzten Beiratssitzung einen entsprechenden Antrag stellte.

Seiner Ansicht nach kommen vor allem Flächen in Betracht, die bereits versiegelt sind oder die für eine andere Nutzung, wie zum Beispiel Landwirtschaft, nicht zur Verfügung stehen. Aber auch Flächen, die sowohl als Grünfläche und für Photovoltaik (Agro-Photovoltaik) genutzt werden können, sollten in die Analyse einbezogen werden.

Kriterienkatalog

Hierzu soll die Stadt , wie es in dem Antrag vorgeschlagen wird, einen Kriterienkatalog erstellen, unter welcher Voraussetzung diese Flächen entsprechend genutzt werden können. Anhand der Analyse soll dann die weitere Vorgehensweise besprochen werden. Denkbar ist zum Beispiel, dass die Flächen einer Energiegenossenschaft angeboten werden.

Bürgermeister German Hacker ( SPD ) berichtete, dass es bereits Anfragen von Projektentwicklern für große Freiflächen-Photovoltaikanlagen gebe. Freiflächenphotovoltaik sei einerseits ein wichtiger Bestandteil beim Ausbau erneuerbarer Energie, sagte der Bürgermeister , andererseits entstehe durch den Flächenverbrauch Konkurrenz zur landwirtschaftlichen Nutzung. Um den Anfragen gerecht zu werden, seien Kriterien als Entscheidungshilfe für Stadtverwaltung und politische Gremien erforderlich.

Betrachtung im Einzelfall

Eines ist für Hacker aber klar: Die Stadt Herzogenaurach werde keine Vorbehalts- oder Vorranggebiete für Freiflächen-Photovoltaikanlagen ausweisen. Vielmehr solle es eine Einzelfallbetrachtung geben, bei der verschiedene Kriterien herangezogen werden. Dazu zählen laut Hacker beispielsweise die Begrenzung der Anlagengröße und -anzahl, die Ausschöpfung des PV-Potentials auf Gebäuden, das Landschaftsbild oder die regionale Wertschöpfung. Auch die Doppelnutzung als Agro-PV-Anlage oder Ausgleichsfläche wäre denkbar.

Das Thema beziehungsweise die Kriterien sollen im Planungsausschuss diskutiert werden. Der Agendabeirat stimmte dem geplanten Vorgehen der Stadtverwaltung zu. red