Aufgrund seiner Aktualität wurde am Mittwochabend von Bürgermeister Karsten Fischkal ein weiterer Punkt auf die Tagesordnung des Sozialausschusses gesetzt. Frank Renninger erläuterte, dass momentan zwei behinderte Kinder in den Einrichtungen untergebracht seien, was jeweils eine Inklusionsbegleitung erforderlich mache.

„Eine Inklusionsbegleiterin hat gekündigt, jetzt kann das Kind nicht mehr in die Einrichtung kommen“, erklärte Renninger und fügte hinzu, dass er bei der Lebenshilfe eine externe Begleitung bestellen könne, jedoch würde das dauern, da die Stelle dann erst ausgeschrieben werden müsste. Sein Vorschlag sei es nun, zwei bis drei Heilerziehungspfleger einzustellen. Für 15 Stunden pro Woche würde der Bezirk die Kosten tragen.

„Die Anstellung so einer Inklusionsbegleitung erweitert unser Stellenprofil und ist ein Anreiz, in die Gemeinde Adelsdorf zu kommen“, so Renninger, „Ich finde, das ist für die Gemeinde fast schon ein Label, wenn man sagen kann, dass man in drei Kitas eine Inklusionsbegleitung vorweisen kann.“ Am 15. November wird eine entsprechende Kraft angestellt.

„Inklusion ist megawichtig“, meldet sich Marion Bierlein (FW), die selbst als Erzieherin tätig ist. „Aber Inklusion ist auch ein schwieriges Thema. Ich treffe immer wieder Eltern, die sagen: ,Inklusion ja, aber nicht auf dem Rücken meines Kindes.’“ Sie sieht ein Problem darin, dass die Inklusionskraft woanders einspringen muss, wenn eine Erzieherin ausfällt.

Renninger kann hier Entwarnung geben, „Das wird nicht auf Kante gemacht, wir arbeiten mit einem Überhang. Das wäre etwas, um die Situation in den anderen Einrichtungen zu entspannen.“ Er schlägt eine halbjährige Testphase vor, um sich ein Bild zu machen.„Was die Kinderbetreuung angeht, spielen wir in der 1. Liga“, erklärt Thomas Lay ( CSU ).

Kurz angeschnitten wurde das Thema „Bücherei“, waren doch im vergangenen Jahr 20 986 Entleihungen zu verzeichnen, obwohl aufgrund der Pandemie die Bücherei 13 Wochen geschlossen war und Besucheranzahl sowie Aufenthaltszeit im Anschluss daran reduziert werden mussten. Gelungen ist dies mit einem Büchereiteam bestehend aus 13 Helfern, welche 1126 ehrenamtliche Stunden geleistet haben.

Gemeinde zahlt für Elternbeiträge

Der Pandemie geschuldet war auch der Umstand, dass einige Eltern ihre Kinder lieber zuhause betreuten, statt sie in eine Einrichtung zu geben. Aus diesem Grund hatte die Bayerische Staatsregierung entschieden, auch 2021 einen Elternbeitragsersatz zu gewähren, jedoch nur in Höhe von 70 Prozent. Die restlichen 30 Prozent können im Rahmen einer freiwilligen kommunale Mitfinanzierung erfolgen. Für die Gemeinde Adelsdorf bedeutet dies für den Zeitraum von Januar bis Mai 2021 eine Belastung von 10 845 Euro.

„Das ist eine Sondersituation. Ich finde, da sollten wir als Gemeinde unseren Beitrag leisten“, meinte Fischkal. Das Gremium segnete die Zahlung ab.