Der Verwaltungshaushalt in Höhe von 19 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt in Höhe von 8,3 Millionen Euro für das laufende Jahr kommen ohne Kreditaufnahme aus. Nur ein Kassenkreditvolumen von 3,1 Millionen Euro wurde vorsichtshalber festgesetzt, um etwaige Liquiditätsengpässe kurzfristig ausgleichen zu können.
Der aktuelle Verwaltungshaushalt ist mehr als ausgeglichen, 170.000 Euro können sogar in den Vermögenshaushalt überführt werden.
Zur Finanzierung der anstehenden Investitionen wird jedoch die freie Rücklage kräftig zurückgebaut. 6,6 Millionen Euro werden dieses Jahr planmäßig entnommen.
Ab dem nächsten Jahr sind Kreditaufnahmen geplant. Wenn alle Großprojekte durchgeführt werden – zum Beispiel Mehrzweckhalle, Offene Ganztagsschule, neues Feuerwehrhaus und Kanalsanierung –, kommt die Gemeinde nicht ohne Schulden aus. In der mittelfristigen Finanzplanung wurden fünf Millionen Euro Kreditvolumen von 2026 bis 2029 errechnet.
Alle Fraktionen konnten dem Haushalt zustimmen. Norbert Maier (Grüne) verwies in seiner traditionellen Haushaltsrede auf die Erfahrungen der Jahre 2019 und 2023 hin. Damals wurde auch mit der Notwendigkeit von Kreditaufnahmen argumentiert, am Ende waren sie nicht erforderlich.
Kleine Brötchen backen
Einige Projekte sind jedoch dem Spardiktat zum Opfer gefallen. Aktuell betrifft das den geplanten Ausbau der Ortsverbindungsstraße von Oberlindach nach Kairlindach. Anstelle der Generalsanierung und einer großzügigen, aber kostenintensiven Verbreiterung gibt es nur noch eine Ausbesserung und ein Tempolimit. Wendel begründet das mit dem eher überschaubaren Verkehrsaufkommen vor Ort.
Marco Hümmer ( CSU ) stellt fest, dass die Gemeinde stolz darauf sein kann, „die schwarze Null zu halten“. Er mahnt aber gleichzeitig an, den Haushalt künftig bereits zu Jahresbeginn aufzustellen. Es sei schon besser geworden im Vergleich zu den Vorjahren, aber noch früher wäre seiner Meinung nach wichtig.
Sandra Ebersberger (FW) legt den Fokus auf den Vermögenshaushalt. „Ohne Sparen wird es nicht gehen“.
Vivien Bezold (Grüne) hatte sich im Vorfeld den Stellenplan genau angeschaut. Sie hätte gerne mehr Stellen im Bereich Soziales und hinterfragt die Notwendigkeit einer neuen Vollzeitstelle im Bereich Zivilschutz.
Bürgermeister Wendel erklärte die Zusammenhänge. Auch Weisendorf brauche künftig für den Notfall einen Alarmplan und einen kompetenten Ansprechpartner für die Umsetzung der zivilen Verteidigung in der Kommune.
Als nächstes beschäftigte sich das Gremium mit dem „WIM-Projekt“ der Grundschule Weisendorf. Die Abkürzung steht für „Wir musizieren“. Im Rahmen des Musikunterrichts wird mit dem Projekt ein kostenloser Instrumentalunterricht ermöglicht. Die Kosten in Höhe von 7680 Euro werden von der Gemeinde übernommen.