Eine zusätzliche Einnahmequelle für die Marktgemeinde Mühlhausen sieht Gemeinderat Reinhard Kirchner durch die geplante Freiflächenphotovoltaikanlage: Nach Änderung der Gesetzeslage rechnet Kirchner mit Einnahmen zwischen 35 000 und 45 000 Euro jährlich für die Gemeindekasse, wie er in der jüngsten Gemeinderatssitzung mitteilte.

Im Rahmen des EEG ( Erneuerbare-Energien-Gesetz ) würden ab dem ersten Betriebsjahr der Photovoltaikanlage 0,2 Cent pro Kilowattstunde an die Gemeinde fließen. Die gesetzlich verankerte Vergütung gehe nicht zu Lasten des Betreibers, so Reinhard Kirchner. Kirchner sieht damit für die nächsten 20 Jahre eine Einnahmequelle für die Marktgemeinde , die nicht zu unterschätzen sei. Vor allem im Hinblick auf die bevorstehenden großen Baumaßnahmen, beispielsweise den Kita-Neubau, sei dies – neben den Einnahmen aus der Gewerbesteuer – ein durchaus überzeugendes Argument.

Derzeit befinde sich die Planung der Freiflächenphotovoltaikanlage in der ersten Auslegungsphase. Das Projekt, das von „Wust, Wind & Sonne“ entwickelt und betreut wird, werde in die Hände der Bürgerschaft gelegt. Eine Bürgergenossenschaft sei formell bereits gegründet. Bis Frühjahr 2022 hält Kirchner dann die Möglichkeit für Bürgerbeteiligungen – ab einem Einsatz von 5000 Euro – für möglich. Die rund 20 Hektar große Anlage nördlich von Mühlhausen soll im Sommer 2022 errichtet werden.