Geld vom Freistaat fürs Busfahren

1 Min

Der Freistaat Bayern hat den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Mittelfranken sowie Verbundprojekte im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) im Jahr 2025 mit einer Summe von rund 200 Millionen Euro gefördert. Das teilte nun die Regierung von Mittelfranken mit. Demzufolge floss das Geld in neue Fahrzeuge, verbilligte Schülerfahrkarten und ÖPNV-Infrastrukturmaßnahmen.

Durch Zuweisungen an die Landkreise und kreisfreien Städte wurden kommunale Projekte zur Verbesserung des ÖPNV gefördert. Hohe Beträge fließen in den Ausgleich für das Deutschland-Ticket und das bayerische Ermäßigungsticket. Da Deutschlandticket für die Fahrgäste im Vergleich zu früheren Tarifangeboten kostengünstiger ist, unterstützen der Bund und der Freistaat Bayern die Verkehrsunternehmen bei den entstehenden Mindererlösen. Im Jahr 2025 gewährte die Regierung von Mittelfranken den betroffenen Verkehrsunternehmen dieser sogenannten Billigkeitsleistungen in Höhe von 82,6 Millionen Euro bei einem Verkaufspreis von 58 Euro pro Deutschland-Ticket und 38 Euro pro bayerischem Ermäßigungsticket.

Neue Niederflurlinienbusse

Mit fast 5,22 Millionen Euro wurde die Anschaffung von 52 neuen Niederflurlinienbussen und einem Hochbodenbus für den öffentlichen Personennahverkehr gefördert. Von diesen Fahrzeugen werden 24 Fahrzeuge ausschließlich elektrisch betrieben. Bei den weiteren 29 Fahrzeugen handelt es sich um emissionsarme Klimabusse. Die Kosten für einen Elektrobus belaufen sich auf das Zweieinhalb- bis Dreifache der Kosten eines herkömmlichen Dieselbusses. Insgesamt investierten die mittelfränkischen Unternehmen mehr als 26,7 Millionen Euro netto für die 53 neuen Busse, die sämtlich den Anforderungen der Barrierefreiheit entsprechen.

Fahrgäste im Ausbildungsverkehr profitieren von ermäßigten Zeitkarten. Hierbei wurden die mittelfränkischen Aufgabenträger für den ÖPNV in Höhe von rund 16,95 Millionen Euro durch den Freistaat unterstützt.

Geld für örtliche Buslinien

Über 17,2 Millionen Euro wurden den mittelfränkischen Landkreisen, kreisfreien und kreisangehörigen Städten mit eigener Aufgabenträgerschaft sogenannte ÖPNV-Zuweisungen bewilligt. Außerdem finanziert der Freistaat zu zwei Dritteln das 365-Euro-Ticket im VGN für Schüler und Auszubildende. Der Anteil des Freistaats betrug im Jahr 2025 rund 41,4 Millionen Euro .

Mit 467.000 Euro förderte der Freistaat Bayern sogenannte ergänzende Nahverkehrsangebote wie „Rufbus“.

Im Bereich der Infrastrukturförderung wurden rund 37 Millionen Euro eingesetzt. Davon entfielen insbesondere etwa 1,8 Millionen Euro auf den U-Bahnbau in Nürnberg, circa 10,1 Millionen Euro auf den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur (Streckeninfrastruktur und barrierefreier Ausbau von Bahnstationen) und etwa 8,7 Millionen Euro auf den Kauf von Straßenbahnen . red