Mit einem gut besuchten Neujahrsempfang im Bürgerhaus Heroldsberg sind die Freien Wähler Erlangen-Höchstadt ins neue Jahr gestartet. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Landwirtschaft und Ehrenamt nutzten die Veranstaltung zum Austausch über aktuelle kommunalpolitische Herausforderungen.
Die Begrüßung übernahm der Ortsvorsitzende Jan Stammberger. In seiner Eröffnung forderte er in schwierigen Zeiten einen überparteilichen Zusammenhalt in den kommunalen Gremien. Zudem sprach er die dringend notwendige Sanierung der Gräfenbergbahn an, auf die insbesondere Schülerinnen und Schüler sowie Berufspendler angewiesen seien. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Begrüßung war die Schaffung von Wohnbau- und Gewerbeflächen, um der Abwanderung junger Menschen sowie von Unternehmen entgegenzuwirken.
Anschließend ging Landratskandidat Karsten Fischkal auf zentrale Schwerpunkte seiner Kandidatur ein. Der Bürgermeister der Gemeinde Adelsdorf , der nach drei Amtsperioden nicht erneut für das Bürgermeisteramt kandidiert, betonte, dass kommunalpolitische Handlungsfähigkeit durch klare Entscheidungen, Verlässlichkeit und Praxisnähe geprägt sein müsse. Einen besonderen Schwerpunkt setzte Fischkal beim Thema Verkehrssicherheit. Überfüllte Busse mit stehenden Kindern dürften kein Normalzustand sein.
In der öffentlichen Debatte zur Stadt-Umland-Bahn (Stub) sei ihm vom Oberbürgermeister der Stadt Erlangen ein „Affront“ vorgeworfen worden, nachdem er sich als Landratskandidat und Kreisrat in die Diskussion eingebracht und dabei die Position der Freien Wähler Erlangen unterstützt habe. Fischkal stellte klar, dass die Stadt-Umland-Bahn auch durch den Landkreis Erlangen-Höchstadt verlaufe. Wie gut das System Eisenbahn funktioniert, höre man täglich und sehe man an der Gräfenbergbahn. Die Freien Wähler Erlangen-Höchstadt sähen das Projekt Stub grundsätzlich kritisch und erwarteten eine transparente Darstellung der Zahlen und Fakten.
Als Gastredner konnte Jürgen Dierauff gewonnen werden. Dierauff ist stellvertretender Vorsitzender der ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands sowie Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes im Landkreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim. red