Höchstadt feiert seinen „Fridolin“ mit einem großen Fest – wie der Steinkarpfen die Stadt prägt
Am 1. September ist traditionsgemäß die Eröffnung der Karpfensaison in Höchstadt und es kann doch nichts Besseres geben, als dies zusammen mit „Fridolins“ Geburtstag am Karpfenkreisel zu feiern. „Auf einem zentralen Kreisverkehr thronend, der die Höchstadter Alt- mit der Südstadt verbindet, ist er nicht nur ein absoluter Hingucker, sondern hilft auch beim Navigieren im Kreisel. Fridolin ist ein markantes Wahrzeichen der Stadt und ein Symbol für die Region Aischgrund, die für ihre Karpfenteichwirtschaft bekannt ist. Fridolin begrüßt und verabschiedet die Besucher im Karpfenland Aischgrund und verweist auf die zentrale Bedeutung der Teichwirtschaft“, beschreibt der Verein Karpfenland Aischgrund die Steinskulptur des Karpfens namens „Fridolin“ auf dem Kreisverkehr in Höchstadt.
Die hiesige Prominenz war am Dienstag um 16 Uhr am „Karpfenkreisel“ in Höchstadt zum Sektempfang eingeladen. Es waren CSU-Landtagsabgeordneter Walter Nussel und Freie-Wähler-Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt sowie die Landräte aus dem Karpfenland, allen voran Landrat Alexander Tritthart (CSU) und ebenso etliche Bürgermeister. Die musikalische Untermalung hatte „Gonzo‘s Dixi Combo“, eine Band, die auch Ausflüge in den fränkischen Bierjazz unternimmt.
Altbürgermeister und Vorsitzender von Karpfenland Aischgrund Gerald Brehm, der „Karpfendoktor“ Martin Oberle und Karpfenkönigin Sabine Plätzer begrüßten die Gäste. Auch „Fridolins“ Erschaffer, Bildhauer Berthold Schneider, war zusammen mit seinem Sohn Alex und dem Steinmetz Udo Platz gekommen. Er erzählte die Geschichte des Karpfens von der Idee über den Styroporentwurf bis hin zum steinernen „Fridolin“, dem schwersten Karpfen der Welt.
„Ein Jahr haben wir miteinander verbracht. Der geeignete Block kam aus einem Steinbruch nahe Würzburg. Mir ist er ans Herz gewachsen und ich gab ihn ungern her. Möge er noch lange und unbeschadet da sein und die Karpfenregion präsentieren“, sagte Schneider. Von Angela Nusser, Geschäftsführerin der FLAG, bekam er als Ersatz einen Stoffkarpfen geschenkt.
Pfarrerin Bianca Schupp sprach auch im Namen von Pfarrer Kilian Kemmer geistliche Worte: „Vor fast 2000 Jahren war ein Fisch das Geheimzeichen der Christen – Jesus Christus Gottes Sohn, der Retter.“ Vor dem Geburtstagsständchen, das alle Gäste begeistert für „Fridolin“ sangen, erzählte Martin Oberle vom Institut für Fischerei in Höchstadt die Geschichte von der Idee zum Karpfenkreisel: „1997 war an dieser Stelle noch eine Ampelkreuzung. Es musste ein Kreisel her und in der Mitte sollte ein Karpfen schwimmen. In meiner Vorstellung war er kleiner und golden. Aber so passt er super.“
Auch von der Namensfindung mittels eines Fragenbogens erzählte Oberle: „An erster Stelle stand Fridolin gefolgt von Beppo. Später hab‘ ich von einer Familie erfahren, dass alle neun Familienglieder den Namen Fridolin vorgeschlagen hatten und so wurde es dieser Name.“
Zwischendurch spielte „Gonzo‘s Dixi Combo“ Jazz zur Auflockerung. Nach der Enthüllung des Fridolinschildes von Antonia I. und Sabine I. zusammen mit Gerald Brehm setzten sich die Hoheiten mit Gerald Brehm in die Kutsche und fuhren zum Marktplatz. Die übrigen Gäste liefen mit den Musikanten .