Bedingt durch die Einschränkungen in der Corona-Pandemie musste die 125-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr Sterpersdorf ausfallen. Zur Erinnerung an dieses Jubiläum pflanzten die vier Ehrenmitglieder der Feuerwehr, Rudi Schwandner (Ehrenvorstand Veranstaltungsausschuss), Manfred Warter (Ehrenkommandant), Willi Dennerlöhr (Ehrenvorstand) und Georg Schockel (langjähriger Kassier) einen Eisenholzbaum, Baum des Jahres 2020.

Die vier Feuerwehrler wandten rund 400 Euro auf, sie erhielten einen Zuschuss vom Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine in Höhe von 150 Euro. Als Standort wurde der östliche Ortseingang erwählt. Der Eisenholzbaum (Parrotia persica) stellt eine Testbaumart im Klimawandel dar. Seine ursprüngliche Heimat liegt im Nordiran und in Südrussland. Der Baum erreicht eine Höhe von sechs bis zehn Metern und eine Breite von ebenfalls sechs bis zehn Metern. Bereits im März zeigen sich seine roten Blüten, erst danach entwickelt sich das Laub. Besonders attraktiv ist der Baum im Herbst, wenn sich die Blätter langsam von violett über orange nach gelb verfärben.

Die Wuchsform ist zunächst oval und nimmt später eine runde Form an. Der Eisenholzbaum ist außerordentlich anpassungsfähig und wächst auf nahezu allen Böden. Der Flachwurzler ist windfest und liebt sonnige Standorte bis hin zum lichten Schatten. Da er ursprünglich aus feuchtwarmen Laubwäldern stammt, verträgt er Frost und Trockenheit, „verbrennt“ aber während extremer, anhaltender Hitzeperioden.

Die vier Baumpaten wünschten dem Gewächs eine ersprießliche Zukunft: „Einen jungen Baum pflanzen ist uns heilige Pflicht. Wer je in seinem Schatten tanzen wird, das wissen wir nicht. Wir wünschen ihm gutes Gedeihen.“ maw