Bei Wallfahrt „von Fesseln befreien“

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Der erste Halt der Wallfahrt der Laufer Mühle war die Kapelle in Haid. Dort wurden die Wallfahrer mit Glockengeläut begrüßt. Auch andere Gemeinden öffneten Kapellen und Kirchen.
Der erste Halt der Wallfahrt der Laufer Mühle war die Kapelle in Haid. Dort wurden die Wallfahrer mit Glockengeläut begrüßt. Auch andere Gemeinden öffneten Kapellen und Kirchen.
Laufer Mühle

Traditionell hält die Laufer Mühle in den Sommermonaten ihre Wallfahrt ab. Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens helfen, so die Überzeugung der...

Traditionell hält die Laufer Mühle in den Sommermonaten ihre Wallfahrt ab. Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens helfen, so die Überzeugung der Therapeuten, oft auch spirituelle Erfahrungen.

Unter dem Thema „sich von den Fesseln zu befreien“ lieferte Pater Jörg Eickelpasch, Seelsorger im Deutschen Orden, den 40 Teilnehmern Denkanstöße, was Menschen im Leben daran hindert, sich zu entfalten. „Zum einen sind es Hindernisse und Widerstände, die wir selbst aufbauen, und zum anderen ist es aber oft auch die fehlende Zuversicht in die eigenen Fähigkeiten“ so der Seelsorger.

Therapeutisches Konzept

Die Wallfahrtsgebete waren deshalb darauf abgestimmt, um einen besseren Zugang zu den eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu bitten und gleichzeitig auch um die Bereitschaft, davon Gebrauch zu machen. „So lösen sich auch die Fesseln, die Drogen und Alkohol den Menschen anlegen“, stellte Michael Thiem, Gesamtleiter des Therapiezentrum den Bogen zum therapeutischen Konzept her.

Unterstützung fand die Wallfahrt von den umliegenden Gemeinden, die ihre Kapellen- und Kirchentüren für die Besucher der Suchtklinik geöffnet und sogar zum Einzug die Glocken läuten ließen.

Mit seinen 92 Jahren war der Ehrenvorsitzende des Freundeskreises der Laufer Mühle der Ehrenbürger von Adelsdorf, Ewald Münch, der älteste Teilnehmer, der den knapp 10 Kilometer langen Gebetsweg bis auf dem Kellerberg in Hallerndorf bei sommerlichen Temperaturen ohne Gehpausen absolvierte. „Ich will auch noch im Alter Vorbild für die Jüngeren und vor allem für die Bewohner der Laufer Mühle sein“, so der Altbürgermeister bei der anschließenden Brotzeit auf den schattigen Kellern am Kreuzberg, wo die Wallfahrt ihren Ausklang fand. red