Als begeisterte Irlandliebhaber führten Bernhard und Johanna Blum im Namen des Freundeskreises Höchstadt-Castlebar eine Gruppe mit 30 Reisenden aus Höchstadt und Umgebung neun Tage durch Irland – von Dublin über Castlebar, der Partnerstadt , bis Killarney und zurück. Es war der vierte Anlauf, denn eigentlich war die Gruppenreise für das Frühjahr 2020 geplant.

Corona verlangte den Reisenden viel ab. Sie mussten vor dem Flug ein Einreiseformular ausfüllen, in dem sie bestätigten, dass sie gesund sind. Außerdem ging ohne Impfpass nichts. Auch die Gesichtsmasken waren ein Muss. Ohne diese und das Vorzeigen des Impfpasses gab es nirgends Einlass.

Diesmal standen neben dem Besichtigen alter Klosteranlagen, Steinkreisen und Ringforts – Zeugen einer längst vergangenen Zeit – auch die typischen Getränke Irlands, nämlich der Whiskey und Craftbeer, auf dem Programm. Die erste Whiskeyverkostung mit Führung durch die „Teeling-Destillery“ gab es nach der Ankunft in Dublin.

In Clonmacnoise, einer einzigartigen Klosterruine am Fluss Shannon, genossen alle den Blick über das Gewässer und erfuhren, dass das Kloster ein Hort des Wissens war.

In der Partnerstadt Castlebar wurde die Gruppe wie gute Freunde empfangen. Auf das sonst übliche Begrüßungsprogramm wurde coronabedingt verzichtet, jedoch einige Vertreter der Stadt wie John Condon, Michael Kilcoyne, Nora Coyne, Blacky Gavin, Seamus Murphy, Michael Feeney und der Künstler Cahal McCarthy schauten vorbei. Pat, der Dudelsackpfeifer, ließ typisch irische Musik erklingen. Über Gastgeschenke wie Bier aus Höchstadt und Frankenwein freuten sich die Castlebarer sehr.

Irische Tänze

Ein Abstecher auf Achill Island, einer kleinen Insel, auf der Heinrich Böll lange Zeit wohnte und arbeitete, und der Besuch des verlassenen Dorfes beeindruckten alle. Eine junge Tänzerin führte in einem Café speziell für die fränkischen Besucher typisch irische Tänze vor.

Ein Höhepunkt war der Besuch des Friedensparks „Peacepark“, wo zwei Vertreter der Gruppe einen Kranz niederlegten. Die deutsche und die irische Nationalhymne erklangen.

Vorbei an den Bromore Cliffs ging es weiter nach Killarney, dem Ausgangspunkt für „Ring of Kerry“-Touren. Die Fahrt um den Ring of Kerry, eine der schönsten Panoramastraßen Irlands, beeindruckte. Auf der Dingle-Halbinsel besuchte die Gruppe eine kleine Bierbrauerei. Auf der Halbinsel bewunderten die Reisenden auf dem Weg um Sleahead zahlreiche historische Bauwerke. Die Sicht war klar und alle genossen den Ausblick aufs Meer, den „Schlafenden Riesen“ (eine Insel, die aussieht wie ein liegender Riese), die „Skelligs“ und die „Drei Schwestern“.

Sabine Barry, eine junge deutsche Reisekauffrau von Skellig Reisen, die Irlandspezialistin schlechthin, die zum Gelingen der Rundreise beigetragen hatte und die Reiseleiter nach Kräften unterwegs unterstützte, schaute am letzten Abend im Hotel in Killarney vorbei, erzählte begeistert über ihre Arbeit und über ihre Liebe zu Irland.

Am nächsten Morgen brachte der Bus die Reisegruppe zufrieden, aber auch etwas traurig und müde zurück nach Dublin zum Flughafen. „Schön war es!“ Das war die einhellige Meinung aller. Sogar das irische Wetter hatte sich von seiner besten Seite gezeigt: Irland ist wirklich eine Reise wert. Johanna Blum