Der Baum des Jahres 2021 ist offiziell die Stechpalme (Ilex aquifolium). Da dieses Gehölz eher an feuchten Standorten zu finden ist, pflanzte der Landkreis Erlangen-Höchstadt als Alternative eine Stieleiche, die 1989 der erste Baum des Jahres war. Sie wurde am gestrigen Dienstagvormittag in Höchstadt in der Nähe der Christuskirche eingepflanzt. Der Obst- und Gartenbauverein (OGBV) Höchstadt feiert heuer das 140-jährige Vereinsbestehen, und das war auch der Grund, warum hier die Pflanzaktion stattfand. Zusammen mit ihren Jubiläen zelebrieren die Vereine auch den Tag des Baumes, und mit der Pflanzaktion unterstreichen Landratsamt und Vereine die Bedeutung von Bäumen und Wäldern für Klima und Menschen.

Landrat Alexander Tritthart ( CSU ), unterstützt von Bürgermeister Gerald Brehm (JL), Otto Tröppner, Vorsitzender des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege, und Herbert Lawrenz, Vorsitzender des OGBV Höchstadt, legten Hand an und setzten den Baum in das vorbereitete Loch. Neben Mitgliedern des OGBV waren noch Pfarrerin Sibylle Stargalla sowie Angelika Schiffer und Jutta Sulzer vom Sachgebiet Gartenbau, in deren Händen die Organisation der Pflanzung lag, anwesend.

„Die Initiative zu dieser Baumpflanzaktion kam von Paul Rothemund, dem ehemaligen Kreisfachberater und Leiter des Sachgebietes Gartenbau. Bei bestem Wetter können wir heute die Pflanzung vornehmen!“, sagte Tritthart. „Seit 2018 pflanzen wir nicht mehr im Frühjahr, sondern im Herbst, um den Anwachsstress der Jungbäume so gering wie möglich zu halten“, fuhr er fort.

Bisher 29 Bäume in 18 Gemeinden

Die Aktion „Baum des Jahres“ wurde im Jahr 1989 ins Leben gerufen und die erste offizielle Pflanzung fand 2002 in Marloffstein statt. Bisher wurden 29 Bäume in 18 Gemeinden gepflanzt. Acht weitere Bäume wurden von Gartenbauvereinen gespendet.

Gerald Brehm freute sich auch für den OGBV darüber, dass der Baum in Höchstadt wurzeln darf. „Dieser symbolische Akt ist für die Natur sehr wichtig. Die Pflanzung sorgt für Nachhaltigkeit und ist auch gleichzeitig eine Verpflichtung!“, betonte er.

Otto Tröppner erklärte, die Aktion sei ein Sinnbild dafür, „dass man mehr Bäume pflanzt“. Er zitierte das Eugen-Roth-Gedicht: „Zu fällen einen schönen Baum, braucht's eine halbe Stunde kaum. Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk’ es, ein Jahrhundert.“

Herbert Lawrenz freute sich mit Pfarrerin Sibylle Stargalla darüber, dass die Stieleiche gleich neben der evangelischen Kirche ihren Platz findet.