Abgestimmt werden soll auch die Einstellung der Straßenbeleuchtung in Hemhofen . Die Gemeinde stellt diese seit einigen Jahren kontinuierlich auf kostengünstigere und effizientere LED-Leuchtmittel um, wie es in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats hieß.

450 von 800 Lampen sind laut Bürgermeister Ludwig Nagel ( CSU ) bereits ausgetauscht. Allerdings gibt es immer wieder Beschwerden von Anwohnern, die sich durch die neue Beleuchtung gestört fühlen.

Laut Monika Rosiwal-Meißner (Grüne) könnte es auch daran liegen, dass die alten, hohen Masten nicht so gut für die LED geeignet sind.

Nicht insektenfreundlich?

Sie kritisiert zudem, dass die LED-Lampen weniger insektenfreundlich sind, als allgemein angenommen. Der zum Thema eingeladene Experte Bernd Müller von der Lichtberatung und Lichtplanung Nürnberg gibt Rosiwal-Meißner teilweise Recht. Die alten Masten seien nicht ideal, aber aus Kostengründen will die Gemeinde diese behalten.

Mit individuellen Einstellungen bei Neigungswinkel und Helligkeit könne da noch vieles angepasst werden. Grundsätzlich sei die Lichtstreuung sehr schmal.

Der Kritik hinsichtlich der Insektenfreundlichkeit widerspricht Müller und verweist auf Vergleichsstudien mit anderen Leuchtmitteln. „Das individuelle Empfinden ist bei den Beeinträchtigungen sehr unterschiedlich“, so sein Fazit. Rosiwal-Meißner forderte dennoch, sämtliche Lampen flächendeckend zu überprüfen. Und auch Benedikt Schneider (FW) regte eine Prüfung an.

Diesem Ansinnen wollte Bürgermeister Nagel jedoch nicht folgen. Er kündigte stattdessen an, dass sich betroffene Bürger melden können und dann werde man individuelle Lösungen suchen.

Bis zu 50 Prozent dunkler

In ausgesuchten Straßen könnte die Beleuchtung auch testweise reduziert werden. Experte Müller geht davon aus, dass man die Helligkeit stellenweise um bis zu 50 Prozent herunterfahren könne.

Andere Lösungen, wie zum Beispiel Bewegungsmelder, seien wegen höherer Kosten und Anfälligkeit nicht zu empfehlen.