Zur ordentlichen Mitgliederversammlung hatte die Freiwillige Feuerwehr eingeladen. Erster Vorsitzender Thomas Geiger übergab eingangs an Bürgermeister German Hacker für ein Grußwort. Hacker zollte „großen Respekt und tausend Dank an die unverzichtbare Arbeit der Ehrenamtlichen rund um die Uhr“. Hacker nannte schwierige Einsätze und ein hohes Einsatzaufkommen im Stadtgebiet. So heißt es in einer Pressemitteilung des Kreisfeuerwehrverbands.

Schriftführer Stefan Rabl nannte einige Zahlen. Demnach zählt der Feuerwehrverein in Herzogenaurach beachtliche 945 Mitglieder. Kassier Alexander Schöpp berichtete über den Kassenstand. Inmitten der Sit-zung unterbrach ein Alarm die Versammlung. Der Rüstwagen wurde in den benachbarten Landkreis Fürth gerufen, wonach einige Stühle plötzlich leer waren.

Nachwuchsförderung ist wichtig

Den Bericht der aktiven Mannschaft erstattete Kommandant Rainer Weber, der auch auf die Nachwuchsförderung einging. Hier sei die Feuerwehr Herzogenaurach mit 54 Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 17 Jahren gut aufgestellt. Sechs Betreuer kümmern sich um die Kinderfeuerwehr „Bambinis“. Einmal im Monat beschäftigen sich die Kleinen spielerisch mit dem Thema Feuerwehr. Zwei weitere Gruppen mit je zwei Gruppenführern stellen sich dem Interesse der heranwachsenden Jugendlichen von zwölf bis 17 Jahren. Stetig können mit Vollendung des 18. Lebensjahres neue Feuerwehrmänner und -frauen in den Feuerwehrdienst übernommen werden.

Im Ganzen zählt die Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach 180 aktive Mitglieder, 126 davon im Einsatzdienst. Die Aktiven sind in neun Gruppen aufgeteilt, welche zwei Züge bilden.

Zwei hauptamtliche Gerätewarte

Die Stadt Herzogenaurach beschäftigt zwei hauptamtliche Gerätewarte in Vollzeit und zwei Helfer in Teilzeit. Mit fast 5000 Wartungen und Reparaturen von Fahrzeugen und Gerätschaften im Jahr 2022 sei dies heute nicht mehr wegzudenken. Rainer Weber bedankte sich für die beachtliche Arbeit und gewissenhafte Wartung und Pflege der Geräte.

Die Zahl der Einsätze aus dem Jahr 2022 stieg zum Vorjahr auf 338. Insgesamt 34 Menschen wurden gerettet, zwölf davon über die Drehleiter.

Nachdem die Pandemie keine größeren Einschränkungen mehr bescherte, konnte man einige wichtige Ausbildungen durchführen. An den staatlichen Feuerwehrschulen Bayerns als auch auf Landkreisebene wurden einige Feuerwehrdienstleistende aus- und weitergebildet. Leistungsprüfungen wurden von insgesamt sechs Gruppen abgelegt.

Eine größere Anschaffung steht noch aus: ein Versorgungs-Lkw mit einer geschlossenen Ladefläche zum Mannschafts- und Materialtransport. Dieser dient beispielsweise dazu, Rollcontainer an die Einsatzstelle zu bringen. Bei Unwetterlagen etwa hat solch ein Fahrzeug einen hohen Einsatzwert, welches mit Strom und Licht an Bord eine autarke Einheit darstellt. Das Fahrzeug soll in den nächsten Monaten ausgeliefert werden.

Ehrungen für Aktive

Für zehn Jahre aktive Vereinsmitgliedschaft wurden Tim Heller und Danny Kästner geehrt. Marco Weiß leistet 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst, wofür er die staatliche Ehrenurkunde und das Ehrenzeichen in Silber des bayerischen Innenministeriums durch stellvertretenden Landrat Martin Oberle überreicht bekam. red