196 Einsätze – das ist die Bilanz der Bereitschaft Erlangen 1 nach 30 Jahren Einsatzbereitschaft der Schnelleinsatzgruppen. Mit über 30 ehrenamtlichen Helfern sind diese seit drei Jahrzehnten rund um die Uhr das ganze Jahr über einsatzbereit, um bei größeren Einsätzen oder Katastrophen zu helfen.

Seit 1991 hat sich organisatorisch im Katastrophenschutz einiges getan. Zunächst als eine SEG gegründet, stellt die B1 nach einer Umorganisation des Katastrophenschutzes heute zwei Einsatzgruppen: eine SEG Behandlung und eine SEG Transport . Insgesamt vier eigene Fahrzeuge stehen hierfür zur Verfügung.

Die SEG Behandlung mit zehn Einsatzkräften, einem Mannschaftstransportwagen und einem Gerätewagen kann bis zu 25 Patienten verschiedenster Verletzungsgrade autark

versorgen.

Die SEG Transport kann auf einen Notfallkrankenwagen sowie einen Vier-Tragen-Krankenwagen zurückgreifen, sowie auf weitere dienstfreie Fahrzeuge des BRK Rettungsdienstes. Mit jeweils zwei Einsatzkräften besetzt, kann so schnell die Kapazität für die Versorgung und den Transport von Verletzten und Erkrankten erhöht werden – nicht nur im Fall von Großeinsätzen, auch für den regulären Rettungsdienst.

Viele vorbeugende Einsätze in Erlangen und dem Landkreis Erlangen-Höchstadt waren in den 30 Jahren dabei, bei denen dann (zum Glück) doch keine Verletzten zu versorgen waren oder „nur“ die Löscharbeiten der Feuerwehr abgesichert wurden.

Es gab aber auch einige große Einsätze in diesen drei Jahrzehnten, zum Beispiel ein Wohnhausbrand am Martin-Luther-Platz in Erlangen 1999, der Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Büchenbach 2001, eine Garagenexplosion in Herzogenaurach 2006, die Unwetterkatastrophe in Baiersdorf 2007 sowie das Schiffsunglück auf dem Rhein-Main-Donau-Kanal 2016. Aber auch bei überörtlichen Einsätzen war die SEG gefordert: Mehrfach unterstützte sie bei Evakuierungen im Rahmen von Bombenentschärfungen in der Nachbarstadt Nürnberg.

Außerdem waren Einsatzkräfte der B1 bei vier Katastropheneinsätzen dabei: Sachsen 2002, Südbayern 2005, Deggendorf 2013 und zuletzt erst vor wenigen Wochen im Ahrtal 2021. red