Zu Ehren des 25. Geburtstags des Steinkarpfens Fridolin am Höchstadter Karpfenkreisel hatte Gerald Brehm , Altbürgermeister und 1. Vorsitzender der Karpfenland Aischgrund e.V. zu einer Vernissage ins Foyer der Sparkasse in Höchstadt/Aisch eingeladen. Auf acht schmalen Plakatwänden konnte man Fridolins Werdegang bestaunen.
Als Wahrzeichen der Stadt Höchstadt gilt seit 25 Jahren ein Fisch, genauer gesagt ein Karpfen, den die Einheimischen liebevoll Fridolin getauft haben. Der Karpfen in Höchstadt steht für die vielen Karpfenweiher, die sich entlang der Aisch erstrecken. Fridolins Maße sind: 2,92m lang, 1,66 m hoch, 76 cm breit, er wiegt 2,9 Tonnen und ist eine aus fränkischem Muschelkalk gehauene Steinskulptur - der größte Steinkarpfen der Welt. Sein Schöpfer oder besser “Erhauer“ war Berthold Schneider. Fridolin hat es jetzt sogar ins Lied der Franken geschafft und zwar in der neuen Strophe über Mittelfranken heißt es:„... Im Aischgrund springt der Karpfen frech, dreht fröhlich seine Runden...“
Brehm begrüßte viele Gäste: Axel Geier, Geschäftsstellenleiter der Sparkasse ERH-Herzogenaurach in Höchstadt, der zugleich Gastgeber war, den stellvertretenden Landrat und „Fischpapst“ Martin Oberle, Bürgermeister Alexander Schulz, die amtierende Karpfenkönigin Antonia I. und ihre Vorgängerin Svenja I. , Bürgermeister Gerd Dallner/Pommersfelden, die stellvertretende Landrätin Renate Ixmeier aus Neustadt/Aisch, den Gastwirt Benno Wirth aus Neuhaus, der auch Gründungsmitglied von „Karpfenland Aischgrund e.V.“ ist mit Ehefrau Monika und Enkelin Emelie, Stadträtin Ute Salzner und natürlich die Organisatorin Angela Nusser, die neue FLAG-Projektmanagerin.
„Fridolin ist der größte und schwerste Fisch der Welt, entstanden aus einer Laune heraus“, meinte er augenzwinkernd. „Seinen Namen erhielt er nach einer öffentlichen Namenssuche und wir treffen uns hier um den 25. Geburtstag unseres steinernen Fisches zu feiern“ fuhr er fort. „Er ist ein Markenbotschafter für unsere Stadt, die Perle im Aischgrund!“, so Bürgermeister Alexander Schulz. Ein kleines Geheimnis sei im Sockel Fridolins eingemauert: eine Kupferrolle mit einer Münze zusammen mit einem Zeitungsartikel und einem handschriftlichen Gruß von Martin Oberle. Das lesen wir auf einer der acht Plakatwände.
Axel Geier von der Sparkasse freute sich so viele Gäste begrüßen zu dürfen und überreichte Brehm und Frau Nusser einen Scheck über 1000 Euro für den Verein. Martin Oberle, Fachmann in Sachen Fisch erklärte: „Der aus Stein geborene Fridolin hat maßgebend unsere Speisekarte beeinflusst. Damals sei die Idee auf fruchtbaren Boden gefallen und mit viel Rückenwind sei das Projekt entstanden. Gerald Brehm , damals Bürgermeister, habe die Idee noch verstärkt. Es sei viel Geld nötig gewesen – gesamt 40 000 DM. Viele Verbündete wie der Patenverein in Holland, Rotary Neustadt und mehr hatten gespendet. „2001 war auch die „Geburt“ der 1. Karpfenkönigin Sabine Plätzer“, erklärte er. Im Aischgrund gebe es rund 7000 Teiche und Höchstadt liege genau in der Mitte – genauso wir Fridolin in der Mitte Höchstadts „schwimmt„. Bevor er zusammen mit Schulz das Geburtstagslied anstimmte, kam auch noch Karpfenkönigin Antonia I. zu Wort: „Fridolin ist älter als ich es jetzt bin. Jedes Mal wenn ich den Karpfenkreisel umrunde, blitzt etwas in mir auf, denn ich hab ja schon ein Stück Leidenschaft mitbekommen. Und für seine 25 Jahre sieht er verdammt gut aus!“, lacht sie. Bei Häppchen und verschiedenen Getränken standen die Gäste noch länger zusammen, bewunderten die acht schmalen Plakatwände mit der Geschichte Fridolins und feierten den Fisch namens Fridolin. Die Geschichte Fridolins ist nun die nächste Zeit im Foyer der Sparkasse zu bewundern.
Der Abend läutete die Karpfensaison ein, zu deren Eröffnung am 1. September um 16 Uhr auf dem Höchstadter Marktplatz alle Karpfenfreunde schon jetzt eingeladen sind.